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  • Feminismus - Antifeminismus, ein neuer Trend?

    Das gesamte Rollenverständnis aus der tradierten Geschichte der Menschheit ist deutlich an sein Ende angelangt - und das ist auch gut so.

    Man mag es wegen der Ausfälle leider prominent gewordener Muslime wie Erdogan kaum glauben, aber es verhält sich tatsächlich so: ein moderner Muslim kann lächelnd wie selbstbewusst auf den Qur'an verweisen und die Aussage treffen, dass der Islam die weltweit erste Bewegung darstellt, die sich um Frauenrechte aktiv bemüht haben. Denn nirgendwo (!) im Qur'an wäre etwa eine Kopftuchpflicht verankert, geschweige denn vorgeschrieben. Nirgendwo (!) im Qur'an existiert auch nur die kleinste Geringschätzung von Frauen, zu schweigen davon, dass ihr ein geringerer Wert zugeschrieben würde. Das Gegenteil ist der Fall: der Qur'an erhob als erste, grundlegende Schrift in der Menschheit überhaupt den Schutz von Frauen zu einem seiner Leitbilder.

    Ich selbst habe mich nie auf meine "Rolle als Mann" zurückgezogen und habe von jeher einen höchst unpopulären Weg eingeschlagen, der mich zum Feind so mancher Frau machte: ich habe Frauen nicht nur grundsätzlich immer die gleichen Rechte, sondern zu ihrem Leidwesen allerdings auch die gleichen Verpflichtungen auferlegt.
    Das kam nicht immer gut an.
    Viele Frauen sind, wie wir im Ruhrpott gern sagen, "Lauschepper". Sie möchten allerlei (auch zusätzliche!) Rechte einklagen, allerdings keine Verpflichtungen auf sich nehmen, die Männer dafür tragen müssen.

    Zu meinem wirklich allergrößten Amüsement schreibt nun Annett Meiritz auf SPIEGEL-Online einen Essay, der beinah etwas Entlarvendes in dieser Richtung in sich trägt:

    Leider wirkt der moderne Feminismus zunehmend wie eine Bewegung, die nicht überzeugen, sondern mit dem Vorschlaghammer bekehren will. Kluge und wichtige Argumente werden überlagert von aggressiven Tönen, ob im Netz oder im Café. Kluge und wichtige Wortführerinnen, die betont behutsam auftreten, werden gleich mit übertönt.

    Ich kenne diese Sorte von Frauen. :roll:
    Mit ihnen ist nicht nur kein Wort zu reden - sie führen sich auf wie Heilige Rächerinnen, die das Leid von Millionen längst dahingegangener, leiderfüllter Frauen im Herzen tragen und dies an den Nachfahren der Täter zu rächen gedenken. Sie stoßen auf das harmloseste Subjekt unter der Sonne herunter und greifen nach mühevoll zusammengesuchten, nur wenigen diplomatischen Worten sehr schnell zu den schärfsten Waffen, die sie im Kopf wetzen können.
    Sie machen aus vernünftigem Feminismus, den ich begeistert mittragen würde, eine bärbeißige, böse und scharfe Auseinandersetzung, ja eine Religion - häufig genug weit jenseits jedes erträglichen Maßes.

    Das Ergebnis vieler Diskussionen über Männer und Frauen scheint von vornherein festzustehen: im Zweifel für die Frau. Wer eine Gegenrede wagt, ist automatisch ein Gegner des Feminismus, ein Gegner aller Frauen.

    Da sind wir wieder einmal bei der Inquisition angekommen. Da existieren keine Grautöne mehr, keine Spielräume, keine Manövriermasse - da gibt es nur noch schwarz oder weiß: "Bist du nicht für mich, dann bist du gegen mich, und dann verhaue ich dich!"

    Durch dieses Prinzip macht sich der moderne Feminismus angreifbar. Er macht dicht, er grenzt sich ab, er grollt und schlägt um sich

    .

    Er tut noch weitaus Schlimmeres - "Femen" lässt grüßen.
    Diese Organisation besteht keinesfalls aus "mutigen Frauen", und sie führen auch keinen "gerechten Kampf". Sie "rütteln nicht auf".
    Es handelt sich bei den Mitgliedern ausschließlich nur um dumme Mädchen, die weit entfernt davon sind, "gestandene Frauen" genannt werden zu dürfen. Kleine Gänschen, Schreihälse; schlecht erzogen, undiszipliniert und nur wenig intelligent. Deshalb werden sie ja auch regelmäßig aus dem Verkehr gezogen und mal mehr, mal minder schwer bestraft. Geschieht allerdings eine Verhaftung, dann geht eine Verwandlung mit ihnen vor sich. Dann wird aus "Kämpferinnen", als die sie sich selber gesehen hatten, auf einmal bekennende, kleine, dumme Mädchen. Dann murmeln sie, überzüchtig in Burkas gehüllt, plötzlich, dass ihnen das alles leid täte, dass sie etwas gelernt hätten.

    Meiritz ist dies, und sie ist selbst Frau, völlig zu Recht höchst suspekt. Sie entfernt sich, leise rückwärtsgehend, aus einer tobenden Diskussion, die die notwendigen Interpretations- und Umsetzungsspielräume auffrisst wie ein Wolf das Schaf.

    Feministinnen, die ständig und überall den "Kampf gegen die Maskus" ausrufen - dazu möchte ich nicht gehören.

    Wunderbar! :DD
    Ich bin also ein "Masku"! Wow!
    Warum nicht gleich "Schwanzträger"? Solche Vokabeln würde ich von solchen Mädchen eher erwarten.

    Denn ein bornierter, dauererregter Feminismus, der nicht mehr einlädt, sondern hauptsächlich abwehrt, hält am Ende nur den harten Kern zusammen. Diejenigen, die ein paar Fakten und Argumente dringend nötig hätten, bringt er nicht einmal in die Nähe des Umdenkens.

    Das entspricht aber der Vorgehensweise unserer Zeit. Mit normalem Vorgehen, friedlichem, aber auch konsequenten und arbeitsreichen, kleinteiligen Diskussionen ist kaum noch publicity zu erlangen. Damit würden zwar dringend notwendige Teilziele, aber kein großes Publikum erreicht.
    Die unglaublich dämlichen "Aktionen" von "Femen" in Russland und Tunesien haben dem Interesse der dort lebenden Frauen schwerstens geschadet; sie haben keinerlei Boden gewonnen, sondern Freunde verloren und diejenigen Männer grundgütig vergrätzt, die für die Sache einer Gleichberechtigung hätten gewonnen werden können:

    Und schlimmer noch: Er vergrault sogar jene Menschen, die die Ziele eines modernen Feminismus eigentlich teilen.

    Nun - ich persönlich bin nicht abhängig von Außenwirkung.
    Ich glaube fest an die Gleichberechtigung; deshalb halte ich auch Frauen keine Tür auf und biete ihnen auch nie meinen Sitzplatz an. Ich lasse ihnen nirgendwo den Vortritt oder beeile mich etwa, ihnen eine schwere Last abzunehmen.

    Dieser Service kommt ausschließlich nur meiner Frau zugute. B)
    Wir zwei leben in unserer Ehe seit sehr vielen Jahren nämlich genau den Spielraum, den Gleichberechtigung so dringend braucht. Und in diesem Raum zum Spielen kocht sie für mich, und ich öffne ihr die Tür. Dennoch vertritt sie mich genauso wie ich sie überall und jedem gegenüber. Sie besitzt mindestens meine eigene Durchschlagskraft, Verhandlungssicherheit - und ist dabei so wunderbar weiblich, wie eine Frau nur sein kann. Ich versuche jeden Tag, ihr das gleiche mit meinen Mitteln, auf meine Art zurückzugeben.

  • Sebastian Edahty - Plädoyer des Advocatus Diaboli

    Die Rottenmentalität der Gesellschaft macht für mich gefährlich, was ich nun tue:

    Ich bekenne mich der Herstellung eines kinderpornographischen Fotos für schuldig.

    Hier kommt die ganze Geschichte, sie ist vollständig wahr, rückhaltlos erzählt:

    Es war im Jahr 1977, als ich mit der Familie auf Mallorca Urlaub machte. Zu der Zeit betrieb ich die Fotographie leidenschaftlich und besaß zwei hochwertige Spiegelreflexkameras nebst Wechselobjektiven, das unvermeidliche Stativ und ein Schwarz-Weiß-Fotolabor.
    Meist schleppte ich meine Kamera auf unseren Ausflügen mit, was Teile meiner Familie zum Spott reizte. Für Mallorca wählte ich damals meine Praktika Super TL 1000 und war mit Ilford Pan-F Filmmaterial ausgestattet, das ich für sein Korn und seine guten Kontraste schätzte.
    Damals testete ich mein Talent für Bildkomposition aus; Jahre, tausende von Fotos, Kubikmeter von Entwicklerflüssigkeit und gefühlte Wochen im Fotolabor später wusste ich, dass ich für Landschafts- und sonstige Totalaufnahmen nicht tauge.
    Zu meckern hatte ich grundsätzlich an jedem Foto immer etwas - zu lernen allerdings auch.

    Mit nahezu der gleichen Ausrüstung, allerdings dann statt der Praktika mit einer Canon FTB ausgestattet, erzielte ich ein Jahr später etwa in Versailles ganz wesentlich bessere Ergebnisse - aber da hatte ich mich von den Totalen zu Detailaufnahmen verlagert und schlussendlich eine (nicht nur für mich selbst) recht beachtliche Strecke von Bildern von Brunnenfiguren vorzuweisen.
    Die gute, alte Canon verabschiedete sich tragischerweise wiederum zwei Jahre später ausgerechnet im tunesischen El-Jem. Flugsand aus der Wüste hatte das Filmtransportgetriebe nachhaltig geschädigt und so konnte ich nur unter größter Mühe den fast vollen Film tief unten in den dunkelsten Katakomben vom Amphitheater retten.

    Zurück nach Mallorca.
    Uns bot sich an einem wunderschönen Strand in den letzten Strahlen der untergehenden Sonne eine regelrecht prachtvolle Kulisse, wie sie damals auf der fast noch jungfräulichen Insel häufiger zu finden war. Flammend sank die Sonne und knapp bevor sie mit ihrem Unterrand das Meer erreicht hatte, sprangen zwei mallorquinische Kinder ins Meer. Vielleicht vier Jahre alt waren sie und hatten unbändigen Spaß. Hoch spritzte das Wasser auf. Ich riss meine Kamera aus ihrer Tasche, wechselte auf das Normalobjektiv und weil es die Praktika war, stellte ich sie innerhalb weniger Sekunden auch instinktiv auf die richtigen Werte ein.
    Ich drückte auf den Auslöser.

    Klack.

    Da war es passiert - ohne dass ich es wirklich geahnt hätte, denn als ich auslöste, wusste ich wegen der Dämmerung (noch) nicht, dass die Kinder nackt waren.

    Natürlich würde, wäre das gleiche heute passiert, meine Aussage, ich hätte dies Foto wegen zahlreicher, kompositorischer Unzulänglichkeiten enttäuscht Wochen später vernichtet, keinen Unterschied machen. In der Tat erinnere ich mich heute nur noch schwach an das Bild selbst und es würde mir absolut nichts nützen, es gar nicht mehr zu haben. Zu schweigen davon, dass ich nur Hohn und Spott ernten würde wenn ich etwa aussagte, dass die Kinder selbst beinahe nur Beiwerk hätten sein sollen und mein Fokus auf dem aufspritzenden Wasser, dem leicht gekräuselten Meer vor dem Sonnenuntergang lag.

    Und so verhallt es zwar deutlich gesagt, aber irgendwie vollständig ungehört, dass Edahty vermutlich sogar wahrheitsgemäß bei der Pressekonferenz betonte, dass das von ihm bezogene Material "legal" war.
    In der Tat wurde noch nirgendwo auch nur die Behauptung erhoben, dass er schwerst pornographisches Material gehabt habe, welches eindeutiges "Posing" oder gar sexuelle Handlungen darstellte.

    Dennoch kreischt eine Gesellschaft auf, die ihre Kinder schlägt, ersticht, in Wände einmauert, auf den Strich schickt, mit Spielekonsolen ruhig füttert, mit Elektronik insgesamt vollstopft was immerhin soweit führt, dass erschreckte Eltern eines amoklaufenden, mordenden Schülers leise vor den Kameras flüstern: "Wir hatten keine Ahnung, was unser Sohn so trieb."
    Ich nenne es verlogene Doppelmoral, wenn selbst fast alle Minderjährigen in der Schule feixend auch härteste Pornos anschauen und Sechzehnjährige schon keine mehr sehen wollen, weil sie sie langweilen.

    Was hier stattfindet, ist eine hysterische Inquisition und sie will Scheiterhaufen brennen sehen. Aber nicht etwa, weil hier Kinder geschändet worden wären, sondern weil Scheiterhaufen brennen sollen.

    Ich stelle tatsächlich für mich fest, dass ich unter gar keinen Umständen jemals eine Kamera mit an einen Strand nehmen werde. Denn gesetzt den Fall, dass sich ein unbekleidetes Kind vor dem Auslösen in einer faszinierenden Kulisse wiederfindet, wäre ich geliefert.
    Dann rennt diese ganze, kinderfeindliche Gesellschaft gegen mich an: man muss sich bewusst machen, dass viele Tagesmütter in größeren Städten keine Wohnungen finden, weil sich die Vermieter vor den Klagen von Anwohner wegen Kinderlärm fürchten.

    Was nicht verboten ist, ist erlaubt und entzieht sich der Kritik der Gesellschaft vollständig. Die Bandbreite dessen, was nicht verboten ist, steht jedem frei zur Verfügung.
    Wenn dem nicht (mehr) so ist, so müssen Otto-Versandkataloge verboten werden. Denn die Models darin, die Unterwäsche präsentieren, werden nicht für Sex bezahlt - aber viele Männer ziehen sich mit den Katalogen diskret zurück und erleichtern sich darüber.
    Zerrt all diese Wichser mit ihren heruntergelassenen Hosen aus ihrem Klo, schleppt sie zur Hauptstraße und hängt sie an Laternen auf! Gebt ihnen ihre Kataloge zu fressen!

    Schlichte Nacktfotos von Kindern, denen keine Vergewaltigung oder Belästigung welcher Art auch immer folgt, die kein "Posing", keine sexuelle Handlungen darstellen, können nicht verboten werden.
    Wenn vorausgesetzt werden kann und gar muss, dass die dargestellten Kinder den Akt des Fotographierens etwa gar nicht registrieren, dürfen solche Fotos gemacht - und sogar gehandelt werden.
    Was der Käufer mit diesen Bildern macht, hat eine Gesellschaft nicht zu interessieren - solange er seine Finger von Kindern und auf den Konsum dieser Bilder nichts weiter folgen lässt.

    Tausenderlei Dinge, die Menschen tun, reizen andere zum Ekel, stoßen sie ab oder traumatisieren sie gar. Wir haben jedoch die Frage nach echtem Schaden zu stellen, der durch diese Triebe angerichtet, oder eben aber auch nicht angerichtet wird.

    Ich möchte wahrlich nicht wissen, was sich in Kellern, auf Dachböden und in den Köpfen so mancher Zeitgenossen aufgestapelt und von Speichel- oder sonstigen Fäden überzogen wiederfindet!

    Es geht mich aber auch nichts an.

    Relevant ist nicht, was ich im stillen Kämmerlein tue - relevant ist ausschließlich, ob dies Auswirkungen auf meine Umwelt hat. Ich habe nicht über andere zu moralisieren; als Muslim fände ich ausreichend Widerwärtiges in der deutschen Gesellschaft, das mich schüttelt - aber nicht beschädigt. Fresst doch Eure Currywurst, was interessierts denn mich? Fresst sie gern in aller Öffentlichkeit, ich kann ja wegschauen wenn ich meinte, dies zu müssen. Eure Currywurst ist Euer Problem, aber nicht meins.
    Sauft Euch doch die Hucke zu - aber wenn Ihr dann besoffen an meine Hauswand kotzt, dann habe ich damit ein Problem und darf es auch haben.

    Fazit: Solange Edahty nicht der Erwerb, der Besitz von echter Kinderpornographie nachgewiesen wird, solange sich für ihn kein Nachweis für Material mit sexuellen Handlungen oder (grenzwertig!) "Posing" führen lässt - ist der Mann vollständig zu rehabilitieren, zu entschädigen, in all seine (gehabten) Rechte nd Positionen wieder einzusetzen!

    P.S.: Auf SPIEGEL-Online findet sich eine sehr beachtliche Fotostrecke von tatsächlich ausgezeichneten Wettbewerbsfotos. Und, wer hätte das gedacht: eines davon erinnert sehr, sehr stark an eines von mir. Mein Motiv damals war ein alter Mann; die Licht- und sonstigen Verhältnisse gleichen sich verblüffend. Vermutlich wäre ich mit meinem Foto damals ebenfalls in die engere Auswahl gekommen.
    Für den Interessierten hier der Link: http://www.spiegel.de/fotostrecke/london-die-besten-reisebilder-bei-travel-photographer-of-the-year-fotostrecke-122263-11.html )

  • Deutschland - das Ausland reagiert entsetzt auf den hässlichen Deutschen

    Was ja auch nicht anders zu erwarten war. :roll:

    Nur der hässliche Pegida-Deutsche, der wird sich wohl kaum darüber erschrecken, geschweige denn innehalten oder den eigenen Kurs überdenken - denn das hat er vor gut 80 Jahren immerhin auch nicht getan.
    Damals wie heute war er der Ansicht, nur er wisse, was wahre Kultur wirklich sei, wie man seine Vor- wie Nachfahren beschützen könne und dass es für alles und jeden einen wohlfeilen Sündenbock gibt, dessen man sich frei nach Belieben bedienen könne: damals waren es die Juden.
    Da sind sie wieder, die Alles-Besser-Wisser, die erhobenen Zeigefinger, die gegröhlten Halb- und Unwahrheiten und sogar die Uniformen sind wieder auf der Straße. Damals waren sie braun und erinnerten nicht zufällig an Durchfall - heute sind sie schwarz wie der Tod selbst und uniformistisch gekrönt von glattgeschabten Häuptern.

    (Zitate: SPIEGEL-Online)

    Sogar in den rassistischen USA hat man gemerkt, was dem hässlichen Pegida-Deutschen verschlossen bleibt, weil es gar nicht in sein krankes Weltbild passen will:

    Die "New York Times" wundert sich über Dresden. "Die Islamisierung, die Pegida heraufbeschwört, scheint wahrlich nicht nah, bei einem Ausländeranteil von ungefähr zwei Prozent in Sachsen, von denen ein Bruchteil Muslime sind."

    Da geht die NYT noch freundlich mit uns um; sie verortet ganz richtig den Tatbestand der schieren Dummheit in den (blöden Glatz-) Köpfen der Sachsen:

    Doch möglicherweise gebe es eine Sachsen-Besonderheit. "Manche sehen Dresdens Fremdenfeindlichkeit in seiner kommunistischen Vergangenheit verwurzelt", schreibt die "New York Times". "Vor der Einheit war die Gegend bekannt als 'Tal der Ahnungslosen', weil es die einzige größere urbane Region in Ostdeutschland war, die kein westdeutsches Fernsehen empfangen konnte."

    Andere rennomierte Blätter und Magazine wählen einen ganz wesentlich deutlicheren Tonfall:

    Unter der Überschrift "Schätzungsweise 15.000 Menschen schließen sich 'Nadelstreifen-Nazis' bei Marsch in Dresden an" bezeichnet der "Guardian" Pegida als "entstehende Anti-Ausländer-Kampagnengruppe".

    Die Agentur Reuters vermeldet:

    Über Dresden schreibt die Nachrichtenagentur: "Dresden ist eine Bastion der Konservativen und Austragungsort für Deutschlands größten jährlichen Neonazi-Marsch."

    .... Natürlich bezeichnet das Ausland Pegida völlig richtig und beinahe durchgängig als "Nazis"; die einzigen, die sich nicht als Nazis sehen, sind die Pegida-Nazis selbst.

    Sascha Lobo zitiert genüsslich in seiner Kolumne einen Twitter-Eintrag seines Kollegen von der "TAZ":

    "Die Nazis haben den Ruf der Nazis so versaut, dass heute nicht mal mehr Nazis Nazis sein wollen."

    Das hört sich weitaus lustiger an, als es ist. |-|

    Ich finde es persönlich sehr wichtig, dass das Ausland möglichst breitflächig über den sich ausbreitenden, stinkenden, braunen Sumpf informiert und vor privaten Besuchen gewarnt wird. Über viel zu viele Jahre stolperten hunderte und tausende von Besuchern, Migranten und Urlaubern völlig ahnungslos in die "braune Falle Deutschland", wurden zusammengeschlagen, abgestochen, beleidigt und miserabel oder gleich überhaupt nicht bedient.
    Als einige Blätter damals im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft Flyer herausbrachten, die "No-Go-Areas" für (europa-) fremde Besucher kennzeichneten und auf die Gefahren hingewiesen hatten, ging ein beleidigter Aufschrei durch Deutschland. Weit gefehlt - die Realität ist weitaus schlimmer, wie wir jetzt wissen.

    Man kann gar nicht genug Fotos und Videos von den blöden Glatzköpfen, den krakeelenden "Normalbürgern" und ihrer dummen Pamphlete bzw. Plakate bringen. Nicht genug warnen vor dem latent daherwabernden Rassismus, der in den letzten Jahren nur von dem dumpfen Gefühl, nicht zu einer Mehrheit zu gehören, zurückgehalten worden war und der sich nun Bahn bricht.
    Man kann sich auch nicht genug ekeln vor dieser anwachsenden Macht von dummen Schreihälsen, die nichts begreifen und nur Bock darauf haben, halt irgendwen einmal richtig durchzulassen für das ganze Elend ihrer Welt. Für den kalten Kaffee am Morgen. Oder dafür, dass man abends vorher nicht über die Frau durfte. Für das Elend, für jahrelange Arbeitslosigkeit kein fürstliches Gehalt einfordern zu können.

    Es ist Zeit, viel mehr Multiplikatoren auf der Welt für die Warnungen vor dem neuen Deutschland zu suchen. Diesmal müssen nicht erst tausende, hunderttausende oder gar Millionen sterben, bis man die Widerwärtigkeit dieses grauenvollen Deutschlands erkennt.

    Wer immer Freunde, Bekannte, Verwandte irgendwo auf der Welt hat, der sollte Pegida mit ihnen thematisieren, Fotos von den Bescheuerten zeigen:

    "Kommt nicht mehr hierher, bis wir uns hier eingekriegt und die Doofen von den Straßen gefegt haben. Traut keiner Merkel, keinem Steinmeier oder sonstwem! Bleibt weg! Deutschland ist schon wieder gefährlich geworden!"

  • USA und Kuba - wir haben uns wieder lieb

    Wer zum Lernen aus Erfahrungen und aus der Geschichte befähigt ist, der weiß natürlich von der außenpolitischen Unredlichkeit der USA und fürchtet sich zu Recht vor der "liebe"-vollen Umarmung eines Obama.

    Da reichen nun wirklich ein paar isolierte Highlights, um diese Annahme und Befürchtung zu untermauern: Irak, Afghanistan, Palästina, Ägypten, Venezuela.
    In jedem einzelnen Fall nahm das Verhängnis mit den gleichen vollmundigen Versprechungen und Behauptungen seinen Lauf. Da ist es dann anfangs immer um "Menschenrechte" und "Demokratie" gegangen, die vorübergehend mit diplomatischen und friedlichen, dann aber immer sehr schnell mit maximaler Gewaltanwendung bis hin zur totalen Zerstörung im jeweils "geliebten Partnerland" implementiert werden sollten.
    Nur bei äußerst wenigen Gelegenheiten rückte das US-Militär nicht selbst vor - sondern überließ zunächst hunderte und tausende Tonnen von Waffen und hetzte die regional treibenden Kontrahenten gegeneinander auf.

    In jedem einzelnen Fall stellte sich zumindest nach den ersten, harten Kampf- und Kriegshandlungen heraus, dass massive Wirtschaftsinteressen und Sucht nach schierer Macht dahinterlagen.
    Denn wie hätte es einem Staat wie den USA, die bekanntermaßen ganz gern jedes erreichbare (Menschen-, Völker-) Recht brechen, wenn es denn um Dollars geht, auch je angelegen sein sollen, hohe, moralische Ziele zu erreichen?

    Nötigenfalls wurde die Front eben erst einmal mit rhetorischen Mitteln aufgeweicht - beispielsweise vermittels der "Kairo-Rede" von Obama im Jahr 2009. Mindestens jeder zweite Satz aus dieser Rede stellte sich später als reine Lüge heraus; die verbleibenden Sätze sind immerhin noch unter der Rubrik "haltlose, substanzlose Versprechungen" zu verbuchen.

    In der Quintessenz all dessen ist Kuba tatsächlich zu bedauern. :|
    Wir werden in den nächsten Jahren sehen, wohin diese Umarmung der USA führt: mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werden kubanische Politiker mit Geld und Posten gekeilt, die US-Wirtschaft wird sich wie ein Krake über die Insel fressen, sie unterwerfen und die Bevölkerung zu unmündigen Bittstellern machen. Da in den USA nichts ohne das Militär geht, werden entsprechende Stützpunkte auf Kuba errichtet werden.
    Mit einem leisen "Plupp!" wird Kuba als eines der letzten, blockfreien Länder von der Landkarte verschwinden.

    Auf gar keinen Fall aber ist auch nur im Ansatz damit zu rechnen, dass sich das Los der kubanischen Bevölkerung irgendwie erleichtern könnte. Das, was die Insel in Form von Produktivitätszuwächsen erwirtschaften wird, werden die USA von dort absaugen und nur einer winzigen Klientel gekeilter Politiker etwas davon abgeben. Kuba wird fraglos innerhalb der nächsten zehn Jahre prosperieren; wir werden in Hochglanzmagazinen eine neue, reiche Elite auf Kuba heranwachsen sehen, während selbstverständlich die "kleinen Leute" nach wie vor mit Fetzen auf dem Leib abends hungrig zu Bett gehen.

    Zugegeben: die Vision von Fidel Castro hat sich nicht verwirklicht. Es gibt auf Kuba dramatische Miss- und Vetternwirtschaft, ungeheure Korruption und sonstiges Geklüngel.

    Trotzdem: das, was jetzt kommt, hat Kuba wahrlich nicht verdient. :roll:

  • Deutschland - der Unsinn von Bundesjustizminister Heiko Maas

    Sicher ist, dass die verschiedensten Aussagen von Heiko Maas zum Thema Pegida & Co. nicht nur eine Verzerrung in der zugrundeliegenden Sache darstellen, sondern auch von den Angesprochenen weidlich ignoriert und empört zurückgewiesen werden.

    (Zitat: SPIEGEL-Online)

    Bundesjustizminister Heiko Maas bezeichnete die Argumente der Pegida-Initiatoren als "fadenscheinig" und leicht zu entlarven. Der Sozialdemokrat sagte der "Passauer Neuen Presse": "Niemand in Deutschland muss Angst haben vor einer angeblichen Islamisierung des Abendlandes. Das ist ein ideologischer Popanz."

    Dass dies seine, die Position seiner "S"PD, oder, zu schweigen davon, die Meinung der Bundesregierung darstellen könnte, ist fadenscheinig, wirklichkeitsverstellend, verzerrt und grenzt tatsächlich sehr hart an eine Lüge.
    Es war eine "S"PD, die ihr Mitglied Thilo Sarrazin mit einem eisigen Schweigen in der Öffentlichkeit als Reaktion auf dessen schwachsinniges Geschreibsel bedachte, das dröhnte wie Paukenschläge. Denn soviel ist natürlich klar: das Herumlavieren, halblaute Gemurmel und verschwurbelte Kritisieren geschah derart sparsam und leise, dass Bundesbürger von der Zustimmung einer "S"PD zu den Sarrazin'schen Auswürfen ausgehen mussten. Die Büchse der Pandora war wissentlich wie willentlich geöffnet, bloß weil sich ein paar "S"PD-Generäle davon einen gewissen Stimmenanteil vom rechten und ultrarechten Rand erhofft hatten.

    Dann lässt man einen "Bundespräsidenten" auftreten, der mit dem Mittel der Spaltung, der Konfrontation, des Streites arbeitet, nur um sein ganz persönlich-intimes Trauma aufzuarbeiten. Mit dem Satz, der Islam sei kein Teil Deutschlands, hat er nicht nur die Realität verleugnet, er hat auch (meiner Meinung nach: ganz bewusst!) die vorgebliche "Angst" vor einer "Islamisierung" angeschoben.

    Wenn Maas heute sagt, niemand müsse Angst vor einer Islamisierung Deutschlands haben, dann kalkuliert er mit dem genau gegenteiligen Effekt: wie seinerzeit Blüm erst mit seiner Aussage, angeblich seien die Renten sicher, erst Angst vor wackelnden Renten erzeugt hatte, so beabsichtigt meiner Meinung nach Maas ebenso den Effekt, all diese Pegida-Proteste nur noch weiter anzuschüren.
    Sollte, was ich persönlich für unmöglich halte, Maas tatsächlich der Meinung sein, dass es keine Islamisierungsbestrebungen gebe, dann ist er ganz einfach nur strunzdumm, wenn er im exakt richtigen Moment genau das Falsche tut und sagt.

    Ich wiederhole es bis zum Erbrechen: es ist der Bundesregierung zu unterstellen, dass sie versucht, die Antiislambewegung aufzubauen, zu pflegen und feinzusteuern. All diese seltsam effektvollen, angeblich "ungeschickten" Halbsätze führender Politiker sind minutiös geplant und als Pointen bewusst gesetzt - so auch Maas' seltsam verdrehten, oben zitierten Worte vor der Passauer Presse.
    Nichts würde noch besser funktionieren, um endlich den Schritt in den totalen Überwachungs- und Polizeistaat zu schaffen, der das Lancieren von gewaltsamen Auseinandersetzungen auf den Straßen ebenso wesentlich vereinfacht wie das Regieren selbst.
    Denn wenn ich mein Messer gegen meinen Nachbarn wetze, dann entlasse ich die Tagespolitik der "gewählten" Gewinnler aus meiner Aufmerksamkeit.

    Und, siehe da, mit einem entsprechend vorkonditionierten Volk wie dem deutschen, der Diskriminierung, gegenseitiges Bewachen und Verraten ebenso als Teil seiner "Kultur" versteht wie den latenten Mangel an Bildung, konnte dies ja auch hervorragend gelingen: Pegida.
    Jahrelang wurde die Bevölkerung stufenweise dem Prekariat nähergebracht; für viele Familien reichen zwei, drei oder auch insgesamt vier Jobs kaum noch aus, ein Leben zu bestreiten und Rechnungen zu bezahlen. Dann gab es Geldprämien für diejenigen, die ihre Kinder nicht in Kindertagesstätten bringen um sie davor zu bewahren, einen Zipfel Bildung und persönliche Ertüchtigung zu erhaschen, der ihnen weitere Bildung würde bringen können.

    Nun steht der deutsche Michel wieder da, wo er nach dem letzten Weltkrieg nie wieder hätte stehen sollen: mit beiden Beinen in der blökenden und grundaggressiven Dummheit.
    Dieser Zustand ist für einen Bundesjustizminister ein Himmelsgeschenk: ganz nach Belieben steuert er die Intensität der Gewalt, die der eine Teil der Bevölkerung gegen den anderen ausübt. Damit entlastet er seine Regierung von den Unannehmlichkeiten, eigentlich unpopuläre Entscheidungen grundsätzlich diskutiert und dem Willen eines gebildeten, aufmerksamen und partizipierenden Volkes unterworfen zu sehen.

    Man wird nun seitens der Regierung ein bisschen gegensteuern; es wird ein paar Verhaftungen geben (bloß nicht zuviele!), ein paar Hausdurchsuchungen und ein bisschen Empörung gegen verschiedene Tonangeber in der rechtsradikalen Bewegung. Man wird ein paar Waffen heben, dabei hoffen, dass kein von der Regierung selbst gelieferter Sprengstoff entdeckt wird, dann werden ein paar extremistische Gruppe mit viel Pomp und Heißaßa "ausgehoben" - vorzugsweise eben nicht die, die man selbst erst ins Leben gerufen und finanziert hat.
    Damit möchte man die Bestie, die man selbst zur Welt gebracht hat, an die Kette legen.

    Aber das wird ebensowenig gelingen wie man sich in Berlin Anfang der 30'er Jahre letzten Jahrhunderts fatal in der Einschätzung geirrt hatte, dass man die (damals ganz junge) NSDAP schon in den Griff bekommen werde.

  • Deutschland - woher Pegida kommt

    Da finden zwei Artikel bei SPIEGEL-Online zueinander - und einander doch nicht. :roll:
    Dabei liegen sie nicht nur räumlich, sondern auch thematisch eng beieinander:

    Geringe Einkommen
    Jeder Fünfte in Deutschland ist von Armut bedroht

    trifft auf:

    Pegida-Proteste: Bei den Frustbürgern von Dresden

    Wir haben es in unserer mittelgroßen Familie selbst ein ums andere Mal erfahren:
    1. Wer Arbeit haben will, der findet sie.
    2. Bildung ist notwendig und selbstverständlich.

    Nach Jahrzehnten ohne wirtschaftlich relevante Betätigung startete meine Frau vor einigen Jahren durch; sie eröffnete ohne Verwendung von Investitionsmitteln ein Gewerbe, erhielt prompt mehr als auskömmlich Aufträge - und befand sich vor zwei Jahren etwa in der Not, ihre Firma entweder beträchtlich zu erweitern, oder sie zugunsten eines festen Arbeitsvertrages für sich zu löschen. Sie tat Letzteres und ist seitdem im Management eines stahlverarbeitenden Unternehmens tätig. Wohlgemerkt: sie war jahrzehntelang (!) nicht im Beruf tätig.
    Unser Zweitjüngster, nach der Schule ohne direkte Anschlusstätigkeit geblieben, fing kurzerhand bei einem Zeitunternehmen an - und verließ dieses wenige Monate nach Arbeitsaufnahme für eine Ausbildung zum Kältemechatroniker. Heute, nur wenige Wochen (!) nach Ausbildungsende und Unterzeichnung eines Arbeitsvertrages, betreut er diverse Firmen im Auftrag und bezieht ein weit mehr als nur "erfreuliches" Arbeitsentgelt.
    In unserer Familie existiert keine Arbeitslosigkeit; das ist in einer herkömmlichen, sechsköpfigen Familie nicht selbstverständlich, in unserer hingegen schon. Wir haben die Notwendigkeit von Engagement, Einsatz, Leidenschaft und vor allem Bildung von Anfang an in der Erziehung thematisiert und vorgelebt.

    Ich könnte beliebig so weiter machen - meine eigene Familie strotzt vor Erfolgsbeispielen und straft alle Lügen die behaupten, sie könnten auch nach Jahren keine Arbeit finden. :crazy:
    Im Klartext bedeutet dies, dass diejenigen, die tatsächlich jahrelang beschäftigungslos sind, vermutlich zu großen Teilen schwere und schwerste Probleme in ihrer Bewusstseins- und genereller Schulbildung haben.

    Das sind nach meiner festen Überzeugung exakt die Doofen, die im Rahmen von Pegida auf die Straßen gehen.
    Bildungselite bzw. bildungsaffine Mittelschichtler findet man nicht auf diesen "Demonstrationen", die letztlich nichts anderes sind als Gegröhle von minderbemittelten Erfolglosen und Neidern.
    Ein nicht zu vernachlässigender Teil der Doofen allerdings befindet sich in geregelter Arbeit; diese Leute aber denken, damit bereits ihre Lebensaufgabe, ihre Verpflichtungen erfüllt zu haben und begnügt sich im Übrigen mit "BILD"-Zeitung, Konsum, Alkohol und vermutlich Fußball. Das sind dann Leute, die eine (Berufs-) Ausbildung genossen haben und weiteren Erkenntniszugewinn verweigern. Sie glauben, sie hätten ein Recht auf Doofheit, sie genehmigen sich ihre Halbbildung und glauben allzu häufig sogar auch noch, sie wären "informiert".

    Der grausame Rest allerdings spricht Bände; schwarzbelederte Glatzköpfe, mit trivialsten und dümmsten Slogans auf den Jacken und Zungen, häufig genug vollgelaufen von Alkohol und mit breitflächigen Tattoos verunstaltet. Dummer Bodensatz der Gesellschaft ist das, von jeder Realität abgeprallt, dafür aber grosse Fresse und das Maul voller Forderungen. Da kommt so ein schwarzledernes Glatzkopfarschloch und gröhlt mit Baseballschläger in der Faust, die Gesellschaft solle ihn "tolerieren".
    Sowas muss man zwangsweise waschen, umziehen, in Arbeitsklamotten stecken und damit Gelegenheit geben, sich die geforderte Toleranz zu erarbeiten - aber ernstnehmen muss man sowas nicht.

    Ich nehme den Ägypter Ali ernst und wichtig, der mit Anfang 20 weit fort von Zuhause in Kairo oft genug sieben Tage in der Woche arbeitet und von jedem verdienten Euro nur zwanzig Cent für sich nutzt, während er mit dem Rest seine Familie unterstützt.
    Oder Amr, der sich rührend um die Frau und die Töchter seines furchtbar früh verstorbenen Bruders kümmert und sich in allen Ehren für seine Familie aufopfert.
    Ich selbst habe für eineinhalb Jahre meines Lebens doppelschichtig gearbeitet und manchmal nur zweieinhalb oder drei Stunden Schlaf dazwischen gehabt - ich weiß, was Arbeit, Ehre, Willen, Gewissen bedeuten.
    Aber ich nehme doch keines dieser Pegida-Arschlöcher ernst.

    Geht nach Hause, Ihr seltsamen "Demonstranten". Fangt endlich an zu arbeiten, zu lernen, wascht Euch, hört auf zu saufen und beginnt mal, nachzudenken. Dann ist Euer Leben erfüllt, Ihr habt plötzlich keine "Angst" mehr und werdet Euer Lebensumfeld inclusive Muslime schätzen lernen.

  • Deutschland - die Blöden von der "Pegida"

    Thilo Sarrazin hatte uns vorgemacht, mit wie wenig Sachverstand und Intelligenz publicity herstellbar und Geld zu machen ist. Er schwadronierte frisch von der Leber weg über biologische Zusammenhänge, angesichts derer wissenschaftliche Experten das reine Grausen anfliegt.

    Der gemeine Deutsche steht auf sowas.

    Das Denken hatte der schon immer anderen überlassen und sich selbst als programmier- und positionierbaren Idioten angeboten; immerhin ist das systematische Totschlagen von Juden seit dem frühen Mittelalter hier in Deutschland erfunden und regelrecht kultiviert worden.
    Ein Fingerschnipp reicht, und das blöde deutsche Vieh rennt auf die Straße.

    (Zitat: SPIEGEL-Online)

    Sie bleibt namenlos wie so viele. Dass die 72-Jährige, blondes Haar, weiße Wollmütze, dicke Jacke, überhaupt spricht, ist eine Überraschung. Schon als sie beginnt zu erzählen, bauen sich junge Männer um sie herum auf: "Lügenpresse" und "Ihr Verdreher" pöbeln sie. Doch die Frau lässt sich nicht beirren, sie schwärmt: "Hier bin ich unter Gleichgesinnten. Hier können wir unsere Ängste und Nöte endlich öffentlich machen."

    Natürlich.
    Einzeln sind "Biodeutsche" eher unauffällig und freundlich, wenn auch beides nicht unausgesetzt. Es befinden sich durchaus bemerkenswerte Teile unter ihnen, die auch extrem unangenehm sind, wenn sie allein auftauchen.
    Aber generell ist die Rotte, die Meute ausschlaggebend. In ihr fühlt sich der einzelne Blöde sicher genug und glaubt, darin eingebettet auch straf- wie problemlos wüten zu können. Und auf das Wüten kommt es an; die ganzen "Ängste" und "Nöte" sind nur Vorwand.
    Wenn sie existieren, dann ist der Betreffende einfach nur dumm. Der Rest der Meute (sagt man bei Schweinen nicht "Rotte"?) würde auch auf alles andere als "Islamisierung!" etwa anspringen - wichtig ist hier nicht der Anlass, wichtig ist die Gelegenheit zum Losschlagen, Beleidigen, Zerstören, Kontrollieren als Möglichkeit der Stressbewältigung.

    Es gibt Menschen, denen ist ihr Leben nicht gefährlich genug und dann binden sie sich Seile an die Füße und springen in Abgründe. Und dann gibt es welche, deren Sehnsucht liegt weniger in der notwendigen Todesangst, als in der Lust auf Angriff.
    Jahrelang begnügten sie sich damit, sich vor und in Fußballstadien gegenseitig zusammenzuschlagen und auf das Übelste zuzurichten. Da das jedoch langfristig den Fußball und damit das Ansehen der dummen Schläger beschädigt, konzentriert man sich jetzt eben auf die Juden der Moderne: die Muslime.

    Mehr ist das nicht. Mehr ist da nicht zu verstehen. Und mehr muss man auch nicht ernstnehmen.

    Pegida vereint sie alle: die Frustrierten, die Ängstlichen, die Wütenden.

    Völlig unnötig zu sagen, dass all diese "Frustrierten" wie die "Ängstlichen" oder die "Wütenden" erstens mit größter Sicherheit noch nie engeren Kontakt zu Muslimen oder dem Islam hatten, zweitens kaum wissen, worüber sie da reden und drittens ausschließlich nur ihrer Verbitterung Ausdruck verleihen wollen, dass da tausende Migranten sind, die intelligent und fleißig wirtschaftlich an ihnen vorüberziehen. Sie stehen lassen in ihrer Dummheit, in ihren eingebildeten "Rechten", zurücklassen in ihrer Hoffnungslosigkeit, die sich bis ans Ende ihres Lebens mit Hartz-IV begnügt, weil begnügen muss.

    Nein - das können sie nicht aushalten, dass sich Fremde erarbeiten, was ihnen selbst doch kostenlos in den Schoss fallen soll. Das ist nicht fair; die Fremden sollen gefälligst zum Vorteil der "Biodeutschen" arbeiten und an sie abtreten, was sie erwirtschaften.
    Und darüberhinaus sind sie nicht in der Lage dazu, die bloße Anwesenheit anderer Lebensrezepte in ihrem mittelbaren Umfeld zu ertragen.

    Der überwältigende Teil der Demonstranten in Dresden rekrutiert sich aus Glücklosen, aus Idioten, aus Faulen, die sich auf eine vermeintliche "kulturelle Überlegenheit" stützen, zu der sie selbst gar nichts beitragen außer eben Wut und Destruktion.

    "Rechtsextremisten, die sehe ich hier nicht, ich höre keine rechtsradikalen Parolen", sagt eine andere Pegida-Anhängerin.

    Nun - bisher jedenfalls noch besitzt das Wort "rechtsradikal" einen unangenehmen Beigeschmack, Scheiße schmeckt eben nicht und stinkt, auch wenn sie braun ist. Deshalb ist man eben rechtsradikal und gibt sich selbst ganz einfach nur einen anderen Begriff. Welchen? Egal. Hauptsache, nicht "rechtsradikal".

    Und er [Bachmann, Organisator v. Pegida] nimmt jeden Pegida-Teilnehmer in die Pflicht: "Jeder ist Ordner hier, achtet auf den Nachbarn." Das schafft Solidarität.

    Leider heute noch ohne Uniformen mit zackigen, kantigen und einprägsamen Runen. Zumindest gedanklich sind sie längst genäht und so mancher hat sich in seinen Vorstellungen darin schon vor dem Spiegel gedreht. Weil ja dann jeder "Ordner" ist, entwickelt sich bei den ganz Blöden dann auch ein Ständer in der knackigbraunen Uniformhose.
    "Ordner". Wow. 8|
    Mit der Lizenz zum Maßregeln oder Niederschlagen. Ganz wie einst die SA.

    Man muss den Organisatoren der Pegida im Grunde Dank aussprechen. Sie zeigen uns erstens ihr Gesicht und machen sich identifizier- und damit wiedererkennbar. Zweitens eröffnen sie jetzt ihre braune Front, und haben noch nicht alle Flanken und Schwachstellen geschlossen. Das eröffnet Möglichkeiten; zwar steht der Staat und mit ihm die Regierung nach allen klaren Bekenntnissen auf ihrer Seite, nicht aber die vielen tausend Gegenaktivisten, die wertvolle Informationen durch die öffentlichen Auftritte bekommen.
    Dazu zeigt Deutschland nun sein wahres Antlitz - es ist die gleiche, kackbraune Fresse wie die, die vor wenigen Jahrzehnten noch ein schmales Schnurbärtchen getragen und ein krankes Zucken im rechten Arm hatte. Der Westen allgemein und gerade England und die USA speziell begrüßen den anwachsenden Rassismus, die grassierende Verblödung ganz ungemein - es gestaltet ihnen das Kriegführen ums Öl wesentlich stressfreier.

    Alle anderen Nationen erhalten durch Pegida eine realistische Chance, angesichts der wohlfeilen "Bekenntnisse" zu "Demokratie", "Rechtsstaat" und "Frieden", die die genannten Mächte beständig im Maule führen, aufzuwachen und die Realität zu sehen.
    Eine Realität in Form von zehntausend Blöden, die hasserfüllt den Mond ankrähen und nur allzu bereit dazu sind, sich von ihren Regierungen in Uniformen stecken, sich Gewehre in die Hand drücken und zum Töten und Sterben losschicken zu lassen.

  • Israel - palästinensischer Minister von israelischen Gewehrkolben erschlagen

    Was muss man noch tun, damit man als friedlicher Demonstrant erkannt und vielleicht nicht durch israelische Soldaten zu schwerem Schaden oder sogar zu Tode kommen kann?

    Ziad Abu Ein, ein palästinsensischer Minister ohne eigenen Geschäftsbereich, besuchte zusammen mit anderen Palästinensern im Westjordanland eine Demonstration.
    Das war schon ein Fehler.
    Denn Demokratie, Freiheit zur Meinungsäußerung, Rechtsstaatlichkeit, das sind bekanntlich Begriffe in Israel, die ausschließlich Israelis zur Verfügung stehen und alles andere, menschliche Leben geringschätzt.

    Ein trug dabei ein Olivenbäumchen zum Protest gegen den Siedlungsbau.
    Und das war sein zweiter, tödlicher Fehler.

    Die Schilderungen dessen, was dann geschah und letztlich zu seinem Tod führte, erklären die israelischen Soldaten zu Tätern.

    (Zitat: SPIEGEL-Online)

    "Todesursache waren heftige Schläge auf die Brust", sagte Ahmed Bitaui, Direktor im Zentralkrankenhaus von Ramallah, der Nachrichtenagentur AFP.

    Das korrespondiert noch mit der Darstellung:

    Nach Angaben palästinensischer Sicherheitskräfte schlugen die Soldaten, die den Protestmarsch stoppen wollten, mit Gewehrkolben und ihren Helmen auf Abu Ein ein.

    .... was dann zu Eins Tod führte:

    Ein Sanitäter berichtete der Nachrichtenagentur Reuters, der Politiker sei bereits auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben.

    Dass es diese Meldung überhaupt in unsere Medien schafft, verdankt sie nur dem Umstand, dass Ein Politiker war. Übergriffe dieser und ähnlicher Art, mal von Soldaten, mal von zusammengelaufenen Rotten extremistischer Juden, sind beinah alltäglich und werden aus dem Westjordanland, aus dem Gaza-Streifen und auch aus Israel selbst bekannt.
    In den letzten Jahren gelingt es den jüdischen Extremisten Israels, also beinahe der gesamten Bevölkerung, immer seltener, Palästinenser fernab jeder Öffentlichkeit zu eliminieren. Konnte man vor wenigen Jahren noch entspannt auf Araber schießen und fest auf das israelische Lügengebäude, Relativieren und sonstiges Nebelkerzenwerfen vertrauen, so existiert heute durch tausende und abertausende Kameras weit eher die Gefahr, dass derartige Übergriffe gefilmt und international bekannt werden.

  • Deutschland - und Deine eingebildete "Islamisierung"

    Wie sich die Bilder doch gleichen:
    Vor siebzig Jahren "warnte" die braune Regierung Deutschlands vor der "Verjudung" Europas. Und, nach alter, deutscher Tradition, erhoben sich auch zunächst die Verblödeten und griffen Juden immer offener und auf allen Ebenen des Daseins an.
    Eine "Verjudung", eigentlich völlig unnötig zu sagen, hat natürlich nie existiert. :roll:

    Heute zeigt ein Innenminister de Maizière ("die Misere"), "Verständnis" für die "Sorgen" der Verblödeten von heute. Eigentlich völlig unnötig zu sagen, dass er damit die Aggressivität der Verblödeten nur weiter anheizt.

    Weder mit Repräsentanten, noch mit den kleinsten Mitläufern ist über ihre "Sorgen", die ja höchstens in ihrer Phantasie Realitätsbezug haben, auch nur ein einziges Wort zu reden.
    Sowohl die "HoGeSa" als auch die "PeGiDa" sind unter dem Dachverband "DuBiniSo" ("Dumm bin ich sowieso!") organisiert und deren oberster Repräsentant ist nunmal der Bundespräsident Joachim Gauck.

    Die Erfahrung zeigt nunmal, dass der Zustand der Verblödung proportional mit Rechtsradikalismus bzw. Islamisierungs-"Angst" wächst - und da ich den Umgang mit dummen Menschen als höchst unappetitlich empfinde, kann ich unmöglich mit ihnen reden.
    Da ist aber auch nichts zu reden.

    Der Gegenstand ihrer "Sorge" oder "Angst" ist derart irrational, dass ich mit ähnlichem Zungenschlag auch einen Juden fragen könnte, warum er vorzugsweise christliche Kinder isst.
    Es existiert einfach kein muslimisches Bestreben nach einer "Islamisierung" der Welt.

    Es ist aber völlig gleichgültig, ob ich dies sage oder nicht; dutzende, hunderte, wahrscheinlich tausende von islamischen Gelehrten haben hierzu bereits sattsam Stellung bezogen - genutzt hat es nichts. Es hätte aber auch nichts nutzen können, denn ausgerechnet dem Deutschen ist kaum etwas so lieb wie seine Angst. Schon Napoleon wusste darum, hat sich vor genau dieser urdeutschen Eigenschaft weidlich geekelt und sie für seine Zwecke weidlich ausgenutzt - genau wie einige Generationen später Hitler.

    Deshalb will hier auch niemand begreifen, dass aufgrund der breit angelegten Unzulänglichkeit der deutschen "Kultur", die ja so verbissen verteidigt werden soll, eine tatsächlich beabsichtigte Islamisierung längst funktioniert hätte und in die Tat umgesetzt worden wäre.
    Und dies mit einer großen Leichtigkeit; immerhin schmeißen die Deutschen getreu ihrer Gewohnheit, jede Möglichkeit der Bildung und Erkenntnisgewinnung nur allzu gerne ebenso hin wie ihre Möglichkeit, politisch Einfluss zu nehmen. Was schert den "Biodeutschen" schon Politik?
    Er hätte in den zurückliegenden zwei, drei Jahrzehnten widerstandslos, lustlos, energielos und vor allem wehrlos jedem Trend tatenlos zugesehen, dass Muslime langsam aber sicher Mehrheiten in Parlamenten erreicht hätten. Sie hätten sie natürlich zweifel- wie problemlos auch erhalten.
    Da ist ja bis heute keiner, der sich intensiv für Parteien, Politik oder Politiker interessiert. Der sich hinsetzt und lernt, bis er seine staatsbürgerliche Pflicht erstens versteht und zweitens dann auch, wissensgestählt, aufmerksam wahrnimmt.

    Aber daraus lernt eben auch kein "Biodeutscher", der sich zu den Verblödeten stellt - diese Erkenntnis könnte ja seine so sorgsam gehegte und gepflegte "Angst" oder "Sorge" gefährden.

    Aber dabei geht es ja gar nicht um den Islam. Es geht auch gar nicht um Muslime. Es dreht sich ausschließlich nur darum, eine vermeintlich eher wehrlose Randgruppe zu definieren, der man sich überlegen fühlt. Eine Gruppe ohne weitreichenden Schutz, derer man sich einfach so bedienen kann.
    Denn soviel ist natürlich auch klar: der verblödete "Biodeutsche" sucht keine Problemlösungen - er sucht Schuldige, die er bestrafen kann.
    Deshalb sind Wege, diesen Verblödeten ihre "Angst" oder "Sorge", die ich beide für entweder pathologisch begründet oder für erlogen halte, nicht nur unpopulär.
    Sie sind nicht zielführend.
    Die verblödeten "Biodeutschen" würden, wenn sie ihre Hatz auf Muslime beenden sollen, einen neuen "Feind!" brauchen.

    Momentan testen diese Verblödeten ja auch Rumänen, Polen, Bulgaren und ähnliche Mitmenschen auf ihre Verwertbarkeit als "rückständige, dreckige, verlogene und betrügerische Parasiten" - aber da steht ihnen weniger tätige Mithilfe durch die Bundesregierung zur Verfügung als bei ihrer "Sorge" oder "Angst" vor Muslimen.
    Kurz- oder gar mittelfristig werden die Verblödeten mit ihrer Hatz noch einige, mehr oder weniger große "Erfolge" feiern - aber in bereits jetzt absehbarer Zeit wird ihnen ihre "Angst" oder "Sorge" seitens der Regierung verboten werden, weil sie außenwirtschaftlich einfach nicht mehr opportun erscheint und zuviel Unwillen in muslimischen Partnerländern erzeugt.
    Dann werden sich all die braunen Ratten wieder in ihre Abwasserkanäle zurückziehen - und darauf warten, dass ihnen ein neuer "Feind!" von ihrer Regierung frei Haus geliefert wird, denn so haben sie es schon immer gehalten, das sind die "deutschen Traditionen", so hat das schon immer funktioniert.

    Mit dem gleichen Duktus, nur andersherum, pflegen diese verblödeten "Biodeutschen" schließlich auch ihre speichelleckerische wie ignorante "Freundschaft" zu den USA und wedeln dem Kriegspräsidenten und Menschenrechtsbrecher Obama wie einst Hitler feuchten Höschens oder mit klammheimlichem Ständer zu - ohne zu begreifen (weil nicht begreifen zu wollen), was in dessen Reich und auf seinen Befehl eigentlich so abgeht in der Welt.

  • USA - Dick Cheney, G.W.Bush: einig, innig, starrsinnig

    Eigentlich gehört noch ein weiterer Kämpe dazu, der das bizarre Triumvirat um den damals amtierenden US-Präsidenten G.W.Bush erst vollständig macht: Donald Rumsfeld.
    Der aber zeigte sich gerissen genug, sich kaum noch zu zeigen. Zu schweigen davon, dass etwa gerade jetzt in diesem Augenblick u.a. auch seine unglückselige Rolle im Zusammenhang mit dem Irak-Krieg diskutiert wird.

    Nein - Rumsfeld ist schlauer als Cheney und der Altsäufer Bush. :roll:

    Er hatte sich bereits als gerissen erwiesen, als das noch niemand ahnte - zu schweigen von dem, der durch ihn korrumpiert und häufig genug auf ein falsches Pferd gesetzt worden war. Und das war kein geringerer als der Präsident selbst.
    Rumsfeld lancierte, dass die regelmäßigen Lageberichte von der Front im Irak mit Bibel-Zitaten garniert wurden, die ganz offensichtlich den etwas dummen, aber jovialen und tief von Religiosität durchdrungenen Präsidenten bei der Stange halten und inspirieren sollten.

    (Zitat: SPIEGEL)

    Das US-Monatsmagazin "GQ" veröffentlichte jetzt, sechs Jahre später, elf solcher "cover sheets" von März und April 2003, alle mit frommen Zitaten aufgemotzt. Diese Akten zirkulierten nur im kleinsten Pentagon-Kreis, und Rumsfeld habe sie Bush manchmal persönlich überreicht.

    Pentagon-Sprecher Bryan Whitman bestätigte am Montag, dass die "Worldwide Intelligence Updates" unter Rumsfeld eine zeitlang mit Bibelzitaten angereichert wurden.

    Jeder Scherz auf Kosten des abgehalfterten, langsamen und nicht sonderlich schlauen US-Präsidenten Bush ist längst abgeschmackt und mittlerweile, da selbst viele US-Bürger verstanden haben, was sie damals eigentlich ins Oval Office gewählt hatten, will auch in den USA kaum noch jemand darüber lachen.
    Dabei wäre es eigentlich eine Lachnummer; die USA sind mit keinem geringeren, "göttlichen Auftrag" durch ihren Gekreuzigten zu Felde gezogen als es ein "IS" heute tut.

    Doch einer der wirklich hässlichsten Kriegstreiber, dem damals kaum ein Trick, kaum eine Halbwahrheit zu dreckig erschien um endlich einen vernichtenden Krieg im Irak beginnen zu können und der selbst vor kurzer Zeit noch explizit hinter der Folter stand, war zweifellos Dick Cheney.
    Man weiß schon: es war der ehemalige US-Vizepräsident Dick Cheney, der von 1995 bis 2000 natürlich rein zufällig Vorstandsvorsitzender der Firma Halliburton gewesen war - und natürlich war es rein zufällig die Firma Halliburton, die im Irak-Krieg mit reichlich Aufträgen zur Belieferung der US-Armee bedacht und bedient worden war.
    Und da hat man schon recht angenehm Kasse im Irak gemacht; Halliburton berechnete für das Waschen von Soldatenwäsche immerhin 100 US-Dollar für ca. 7 kg Wäsche. Hierbei dürfen wir natürlich nicht den Fehler machen, von heutigen Wechselkursen auszugehen - der Preis hatte damals eine Kaufkraft, die heute wohl ungefähr 150 Euro ausmachen würde. Ich denke, für 150 Euro würden heute viele auch gern Wäsche waschen.

    Cheney gerierte sich zum Darth Vader des Irak-Krieges; kaum eine Schreierei und vor allem keine Lüge war zu dreckig, um den Krieg erst zu entfachen und dann so lange wie möglich heiß zu halten.

    Und es ist genau dieser Dick Cheney, der heute mit Schaum vor dem Maul knurrt, dass der Folterbericht "voller Scheiße" wäre.

    Leute vom Schlage eines Cheney reißen sich um den Spitzenplatz der am meisten zu hassenden Politiker auf der Welt; seine persönliche Geschichte nebst aller Randbemerkungen, die die Presse schon vor über zehn Jahre an seiner Person festmachte, lädt zu den wirklich wildesten und hässlichsten Folgerungen ein.
    Es möge sich selbst jeder seinen Teil über Cheneys Verwicklungen zwischen Halliburton und den Irak-Krieg denken und man kann sich, wenn man denn will, ausmalen, dass es er war, der erfolterte, wenn auch wirkungslose und allzu häufig falsche "Geständnisse" zum Grund dafür nahm, im Irak immer weiter und immer weiter zu kämpfen. Immer neue Geheimgefängnisse aufzubauen, immer neue und immer mehr "Feinde" der USA zu suchen und zu finden. Rein zufällig spülte genau dieser an Paranoia grenzende Gedankenansatz, der einem dummen wie hilflosen US-Präsidenten wie ein Floh ins Hirn gesetzt wurde, einer Firma Halliburton schier unglaubliche Gewinne in die Konten.

    Die Rechnung ist allerdings aufgegangen: in dem ultimativen Wahnsinn, den nur noch Stanley Kubrick in seiner Satire "Dr. Seltsam oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben" knapp übertreffen konnte, hat man sich denn auch tatsächlich weltweit Millionen neue Feinde herbeigeschossen.
    Und diese Feinde halten uns den Spiegel vors Gesicht - denn wer wollte entscheiden, ob eine vor Kameras ablaufende Enthauptung nun grausamer ist als ein wochenlanges, langsames und schmerzerfülltes Zugrunderichten durch Folter. Folter, deren Existenz u.a. auch ein Dick Cheney persönlich zu verantworten hat.

    Er kann darüber lachen.
    Niemals wird sich irgendwer finden, der ihn persönlich dafür zur Verantwortung zieht.
    Schon jetzt warte ich auf Fotos, die unsere Bundeskanzlerin dabei zeigt, wie sie ihm lächelnd die Hand gibt. Warum auch nicht; immerhin diente Deutschland über viele Jahre als Transitland für Verschleppte, die die USA in die östlich gelegenen Foltergefängnisse verfrachtete.
    Das Geraune einer UNO, die Verantwortlichen für die Folter vor Gericht zu stellen, sind wirkungs- und bleiben folgenlos.
    Wir schweigen deshalb alles besser tot; es wäre ja sonst unangenehm für Deutschland, weil es Konsequenzen ziehen müsste. Sonst müsste ja Klage gegen den ehemaligen Vize-Präsidenten, den ehemaligen Präsidenten der USA eingereicht werden - ein schier undenkbarer Fall, schaut man sich den speichelleckerischen Gehorsam Berlins näher an.

    Da empören wir uns doch viel lieber über die Grausamkeiten des "IS".
    Das ist viel bequemer für uns.

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