szmmctag

  • Die Debilität des westlichen Bürgers - eine Polemik

    Einem SPIEGEL gelingt trotz des unsäglichen Nikolaus Blome, der von der "BILD" kommt und seit einiger Zeit leitender Chefredakteur des SPIEGEL ist, trotzdem hier und da ein brauchbarer Artikel. Vermutlich auch nur, weil Blome ihn nicht rechtzeitig stoppen konnte.

    In Form des neuesten Kolumnenbeitrags von Jakob Augstein konnte ein solcher Coup wieder gelingen - seit die neue, bräsige Bürgerlichkeit im SPIEGEL Einzug gehalten hatte, sind solche Momente dünn gesät.

    Ukraine-Krise: Auferstehung West?

    lautet der Titel.

    Und dann legt Augstein los.

    Putin sei Dank: Der Westen ist zurück von den Toten - aber nur vorübergehend. Auch wenn Medien und Politik schon wieder zur westlichen Wehrertüchtigung mobilisieren - unser "Imperialismus des Universellen" ist unrettbar am Ende.

    Man wird in der Tat den Eindruck nicht los, dass sich der Westen der Ukraine überhaupt nicht aus irgendeinem Interesse an irgendwelchen "Werten" widmet, sondern ausschließlich nur, um die Reihen zu schließen, mental aufzurüsten, sich einzumauern und den Anspruch, ganz allein Herr über alle Werte zu sein, zu betonieren - nötigenfalls eben auch mit Waffengewalt.

    Das ganze Kriegsgeschrei hat mit den Menschen in der Ukraine gar nichts zu tun, diese sind bloß Manövriermasse und sollen einen Preis für Sieg oder Niederlage Russlands oder des Westens definieren. Es soll um viele gehen; für Washington und Berlin müssen viele Menschenleben direkt bedroht sein, weil die Lehrstunde sonst ohne Substanz bleibt.
    Es gibt keine Titelblätter, keine balkendicken Überschriften, keine hochschlagenden Emotionen, wenn man Russland auf unpopulären Gebieten schlägt und zurückdrängt. Es interessiert einfach niemanden, ob man in Moskau eine Betonmaschine mit fünf Tonnen Durchsatz pro Stunde baut und in München eine mit sechs Tonnen. Niemand zieht daraus die Erkenntnis, dass Merkel besser sei als Putin und somit alles, woran wir hier glauben, wertvoller.
    Also müssen Millionen von Ukrainern her, die das populistische Faustpfand für diesen Kampf bilden müssen.

    Es gibt keine Werte (mehr) in Europa, die nicht längst Lügen gestraft und nur bei Belieben hervorgezogen worden sind. Da ist nichts mehr, was wenigstens noch einen definitorischen Vorsprung genösse; wir haben keine Freiheiten mehr, die nicht nur auf dem Papier stünden.

    Ostern ist die Zeit der Wunder. Und die Auferstehung ist bekanntlich das größte Wunder von allen. Aber der Herr, der diesmal tätig wurde, ist nur der des Kreml und seine Wunderkraft entsprechend begrenzt: Wladimir Putin hat dem Westen, der vor der Ukraine-Krise zerstritten und schwach daniederlag, neue Kraft eingeflößt. Die NSA-Krise ist vergessen, die Nato erwacht zu neuem Leben. Dem gemeinsamen Feind sei Dank.

    Wir haben nichts mehr in den Händen, mit dem wir andere Weltbürger würden locken und verzaubern könnten.
    Wir beschützen seit Jahrzehnten nicht mehr Schwache, nachdem wir damit begonnen haben, sie für diesen Schutz auszunehmen, zu Kanonenfutter zu erklären und mit miesen Knebelverträgen auf Jahrzehnte zu versklaven. Wir haben sie alle missbraucht, belogen, um ihre Rechte gebracht und gegen andere aufgehetzt - und für die Kriege, die sie dann in unserem Interesse führten, haben wir ihnen auch noch obendrein die Waffen verkauft.
    Wir können nicht mehr anders und wir haben nichts anderes außer Schreierei, Geld und Schießgerümpel.

    Wir erleben den Abgesang auf eine Lebens- und Glaubensform, die gerade einmal vier Generationen angehalten und alles verändert hatte: Industrialisierung, Kapitalismus und Käuflichkeit.
    Unsere Rechte garantiert längst niemand mehr.
    Gegen unsere Meinungsfreiheit werden wir ausgehorcht, überwacht, von Straßen gefangen und irgendwo in der Fremde zu Tode gefoltert. Unsere Stimmen bleiben ungehört, weil sie nur noch ein uvnerständliches Säuglingsbrabbeln artikulieren, dass nach Milch, aber nicht nach Wahrheit fragt. Wir wollen konsumieren und haben seit Jahrzehnten jeden Bildungswillen, jedes Engagement fahren lassen.

    Aber der Schein trügt: Die Zerstrittenheit heilt nur vorübergehend, und die Selbstzweifel werden zurückkehren. Denn der Anspruch des Westens, für die gesamte Welt sprechen zu dürfen, war eine historische Anmaßung. Sie beruhte nicht auf einer höheren Moral, sondern auf der stärkeren Macht. Aber die Macht des Westens ist zerbrochen. Und sie wird nicht wieder heil.

    Es ist vorbei.

    Der Westen kämpft auf verlorenem Posten mit immer schlimmeren Waffen. Er versucht, wenigstens noch für zwanzig oder, wenn es gut läuft, für dreißig Jahre seine Struktur künstlich am Leben zu erhalten. Es geht darum, die Gierigen von heute noch einmal richtig mit Geld vollzustopfen und dafür gewaltsam Profitquellen offenzuhalten. Deshalb interessiert in Berlin auch niemanden mehr die US-Abhöraffäre und deshalb interessiert sich in den USA kaum jemand für die Opfer, die im Namen aller Amerikaner irgendwo auf der Welt abgeknallt oder in Folterkellern hingerichtet werden.
    Es sieht seit langem niemand mehr hin.

    Augstein bedient sich bei Shakespeare:

    "Darum, mein Heinrich,
    Beschäft'ge stets
    die schwindlichten Gemüter
    Mit fremden Zwisten,
    dass Wirken in der Fern'
    das Angedenken vor'ger Tage banne."

    Fremde Zwiste - wie herrlich, oder?
    Darin haben wir Erfahrung, das tun wir täglich und mit wachsender Begeisterung: "Lindenstraße", "GZSZ" lenken uns von unserem Totalversagen ähnlich schön ab wie Massaker in Kairo, eine untergegangene Fähre vor Malaysia und der drohende Krieg in der Ukraine.
    Wunderbar!
    Warum sich abends beim Bier in der Kneipe gegenseitig selbst einzugestehen, dass man seiner eigenen Gesellschaft schuldhaft den Dienst verweigert, wenn man sich so herrlich entsetzt Todeszahlen aus anderen Teilen der Welt zuraunen kann?
    Warum unter der eigenen Dummheit leiden und sich auch noch dazu gezwungen sehen, aufmerksameren und beteiligteren Zeitgenossen irgendeine schwachsinnige Ausrede vorzulegen, weshalb man sich zum Fußballplatz statt zur Wahlurne aufgemacht hatte? Es fällt viel leichter, anderen vorzuwerfen, etwas nicht zu haben was man selbst täglich uninteressant und langweilig findet: Demokratie nämlich.

    Also delektieren wir uns mit ganzem Herzen an den Kriegen woanders - die wir selbst angezettelt haben. Dankbar nehmen wir das Angebot an, uns entsetzen und gleichzeitig selbst so ungeheuer zivilisert fühlen zu dürfen. Grandios die Bilder zerstörter Dörfer und wie nötig haben wir die Filme von weinenden Kindern, die in Trümmern verzweifelt nach ihren Eltern suchen. Wir brauchen sie wie das tägliche Brot, sie sind unverzichtbar, weil wir uns sonst um unser eigenes Versagen kümmern müssten.

    Wir haben ja schon seit Jahrzehnten völlig versagt. Wir haben den Irakern unsere Solidarität versagt und weggeschaut, als ihr Land unter dem Lügen- und Raketenstakkato an den Boden gebombt wurde. Es war unangenehm, sehr peinlich und nur neue Kriege, neue Konflikte, neue Probleme konnten uns die Not nehmen, vielleicht doch wenigstens irgendwie auf das Verbrechen derer reagieren zu müssen, die wir peinlichweise auch noch "Freunde" nennen.
    Nein nein nein .... wir müssen solche Kriege, Unruhen, Katastrophen und Massaker in regelmäßigen Abständen einfach haben, damit wir uns zuverlässig weiterhin als die "Besseren", angeblich ach so "Überlegeneren" fühlen und unsere eigenen Verbrechen einfach vergessen zu können.

    Der Westen nutzt die Ukraine-Krise, um sein Lager zu ordnen. "Wie hältst Du es mit Putin?" wird zum Lackmus-Test westlicher Vasallentreue, zur neuen Gesinnungsfrage. Wer nicht an der richtigen Stelle klatscht, wird als "Putin-Versteher" beschimpft und muss gleich auch erklären, wie er zu Putins Schwulen-Politik steht - und der Vorwurf des Antiamerikanismus liegt ohnehin nahe.

    Es gibt da diese ärgerliche Figur, die durchaus in der Lage dazu ist, uns unsere Lügen und Selbsttäuschungen zu solchen zu erklären.Wie unangenehm ist das doch. Im Fall Syrien hat er die USA vorgeführt und deren löcheriger "Argumentation'" die Maske der Beliebigkeit, Fälschung und Klitterung abgerissen. Mit wenigen Fakten, die Putin ins Feld führte und mit Beweisen untermauern konnte, erschüttert brachen wesentliche Teile westlicher Argumente für einen Flächenangriff gegen Syrien zusammen.
    Nichts war es mit dem schönen Konflikt; hätte man ihn so führen können wie beabsichtigt, wäre eine "Ukraine-Krise" gar nicht mehr notwendig gewesen und es hätte nie irgendwelche "Unruhen" in Kiew gegeben.

    Die Welt wird wieder polarisiert - nach Jahrzehnten gezielten Handelns und konsequenten Rückbaus jedweden staatlichen Bildungsangebots verfangen solche Rezepte endlich wieder und erleichtern die Kontrolle des Bürger-, Arbeits- und Wahlviehs wie die konkreten Kriegsvorbereitungen, die zur Sicherung von Profiten notwendig werden.
    Kugeln und Menschenleben bezahlt schließlich immer das Volk - die Industrie ist es, die zuerst am Waffenverkauf und dann am Wiederaufbau der zersörten Länder verdient.
    Einfachste, trivialste und blödeste "Argumentationen" verfangen wieder - man kann Menschen wieder gegen jeden Verstand und unter Zurhilfenahme bescheuertster Ideen auf einfache Formeln verpflichten und ein "Bist Du für oder gegen Putin?", fällt auf fruchtbaren Boden.

    Die US-Geheimdienste sind ganz plötzlich wieder unsere "Freunde" und wir haben sie lieb, weil sie ihren Führer nach Kiew haben reisen lassen. Vergessen sind Abhöraktionen, Lauschangriffe, die vielen Lügen, die lancierten udn provozierten Kriege, vorbei ist alles, was einst vorübergehend für Magendrücken im Hnblick auf die Dienste sorgte.

    Im Moment sind sie wieder ganz toll, unsere "Freunde" aus den USA.
    Herrlich, wie sie als "Rechte- und Freiheitsverteidigende Cowboys" den pöööhsen, roten Sibirienindianer Putin "bedrohen" und uns das Märchen glauben machen wollen, sie würden tatsächlich auch härtere Gangarten einlegen um die armen, armen Mütterchen und Kinderchen in der Ukraine zu beschützen.
    Wunderbar!
    Denn das ist genau die Sprache, die der debile Schwachkopf da draußen (nur noch) versteht.
    Viele von denen, die auch diesen, meinen Beitrag gelesen haben, werden sich empört abwenden und sich angegriffen fühlen - Recht so, das war auch genauso beabsichtigt. Denn die Erfahrung zeigt einfach, dass kaum noch jemand wirklich nachdenkt und über ausreichend Kenntnisse, Interesse und schieres Wissen verfügt, das tägliche Geschehen sicher und zutreffend kommentieren zu können.

  • Ägypten - Die Bani Helal und die Al-Daboudiya

    Bei meinem letzten Besuch in Assuan ereignete sich eine ziemlich schlimme Schießerei am hellichten Tage und beinahe mitten in der Stadt. Unglücklicherweise fand dabei sogar ein britischer Tourist den Tod, dessen Taxi von fehlgegangenen Gewehrkugeln durchschlagen wurde.

    Als ich dies hörte, verspürte ich durchaus einen Kloss im Halse - ich hatte die Stelle des Geschehens nur einen Tag zuvor passiert.

    Man berichtete mir nur, dass Bani Helal in dem Vorfall verwickelt waren. Mehr zu wissen war kaum notwendig; wer Assuan kennt, der weiß auch von den Bani Helal.
    Bei ihnen handelt es sich nicht etwa um eine Familie, die Bani Helal sind ein Stamm und dieser sorgt seit sehr vielen Jahren in Assuan und Umgebung für Probleme, Sorgen, Tote und Übergriffe. Jedes Kind auf der Straße weiß von der mafiosen Struktur der Bani Helal und es ist auch ganz allgemein bekannt, dass Drogen- und Waffenhandel zum Kerngeschäft der Bani Helal zählen.

    Seit einigen Tagen prägen die Bani Helal allerdings nicht nur lokale Titelseiten. Seit einigen Tagen ist unter allgemeiner Beobachtung nun auch sowohl die Al-Azhar-Moschee als aber auch die Polizeiführung in Kairo in den Fall involviert.

    Was nun geschehen ist?

    Ein Mitglied des nubischen Stammes der Al-Daboudiya entfernte einen der Helal Bani aus seinem Wohnviertel, weil er dort Drogen handelte. Dieser kehrte jedoch zusammen mit anderen Stammesmitgliedern zurück und es begann ein drei Tage andauernder Krieg unter Einsatz von Maschinengewehren. Insgesamt 24 Tote sind zu beklagen - allein elf von ihnen starben durch Dolchstöße ins Genick.

    Kämpfe der Bani Helal haben Tradition in Assuan und bisher gelang es keinem Gouverneur oder gar Mitglied der Regierung in Kairo, erfolgreich zu vermitteln oder gar Frieden zu stiften.
    Man muss dazu wissen, dass in Ägypten wie auch allgemein in Arabien die Zugehörigkeit zu einem Stamm seit nunmehr Jahrtausenden ausschlaggebend ist und beinahe das gesamte, öffentliche Leben steuert. Für gewöhnlich werden die Stämme von erfahrenen, eher abgeklärten und weisen Scheichs geleitet; Auseinandersetzungen zwischen Stämmen sind zwar nicht selten, werden jedoch eigentlich grundsätzlich friedlich geregelt. Es kann in außergewöhnlichen Situationen oder Streitfällen schon mal zu größeren Schlägereien kommen, aber die Anhängerschaft deutscher Fußballvereine dürfte für die allgemeine Öffentlichkeit bedenklicher sein als der Auftritt eines ägyptischen Stammes. Blutige Übergriffe ereignen sich nicht häufig.
    Die Stammesorganisation ist im eher konservativen Süden durchaus noch wichtiger als im etwas progressiveren Norden des Landes, wo sie nicht selten gerade in den Hauptstädten von "Nachbarschaften" ersetzt werden, denen ihrerseits ebenfalls ein Scheich vorsteht, welcher sich um das soziale Miteinander kümmert und Streitfälle schlichtet. Wie sehr lebendig diese soziale Organisationsstruktur tatsächlich ist erkennt man daran, dass gerade in Kairo und in Notfällen unverzüglich hunderte solcher Nachbarschaften zusammentreten und sich durchorganisieren. So werden in Windeseile Wächter benannt, die an den Grenzen der Nachbarschaft patroullieren und die öffentliche Sicherheit in ihrem Bereich gewährleisten. Hausfrauen treffen sich, kochen Essen, Jugendliche tragen es aus, Großeltern übernehmen sofort die Aufsicht aller Kinder und jeder beteiligt sich unverzüglich - so funktionieren auch im Süden die Stämme.

    Der Stamm der Al-Daboudiya hat seine Wurzeln in Nubien und teilt das Schicksal von hunderttausenden, die ihre angestammte Heimat wegen des Staudammprojekts verlassen und nach Assuan und Luxor umgesiedelt werden mussten. Sie stehen allgemein unter sozialem Druck, weil ihnen die Integration seit Jahrzehnten nicht richtig gelingen will - einerseits bringen sie unägyptische Eigenheiten mit, andererseits unterscheiden sie sich mit ihrer tiefschwarzen Hautfarbe sehr von Ägyptern und deshalb gibt es unter den nichtnubischen Ägyptern durchaus Ressentiments gegen Nubier.
    Wohl aus diesem Grunde hielt sich die örtliche Polizei aus allen erdenklichen Problemen, die der alteingesessene Stamm der Bani Helal produzierte, gerade während der letzten Entwicklungen zurück.
    Seit sehr vielen Jahren sind die Probleme bestens bekannt und es sind bereits viele Dutzend Tote zu beklagen, die solchen und ähnlichen Stammeskriegen zum Opfer gefallen sind.

    Für die Öffentlichkeit wurden seitens der lokalen und nationalen Regierung diverse Erklärungsmuster versucht, um vom eigenen Versagen, der eigenen Korruption und vom eigenen Desinteresse abzulenken. Mal sollen es angeblich politische Motive gewesen sein, wegen derer sich irgendwelche, rein zufällig dem Bani Helal-Stamm angehörige Leute in blutige Auseinandersetzungen begeben haben. Dann wiederum soll angeblich ein Stammesmitglied ein weibliches vom anderen Stamm sexuell belästigt haben, was Schießereien ausgelöst haben soll.

    In jedem Fall aber, so bemüht sich die Region seit nunmehr Jahrzehnten (!) zu behaupten, handelt es sich um Einzeltaten, die weder vorhersehbar noch vermeidbar seien. Nein, man habe sich nie der Untätigkeit oder Unfähigkeit schuldig gemacht, immer seien es ganz spontane Ausbrüche maximaler Gewalt gewesen, gegen die nichts und niemand im Vorfeld etwas hätte unternehmen können.
    Die Menschen auf den Straßen wissen es natürlich besser - sie wissen es seit Jahrzehnten und auf Assuans Straßen wird vergleichsweise offen darüber gesprochen und da zählt doppelt, welchem Stamm man selbst angehört.

    Jetzt jedenfalls habe man erstmal eine Waffenruhe zwischen den Stämmen vereinbart und hoffehänderingend, dass sie halten möge, schreibt die ägyptische Presse. Assuan liegt derzeit unter angespannter Ruhe, ein einziges, vielleicht missverständliches Wort, ein noch so harmloses Ereignis kann eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes auslösen und zu etlichen weiteren Todesfällen führen.

    Im Grunde haben wir es hier mit organisiertem Verbrechen unter dem Tarnmäntelchen der Stammeswirtschaft zu tun, dem sich eine privat organisierte Widerstandstruppe unter der Führung des Stammes der Al-Daboudiya in den Weg stellt.

    Dennoch, und gerade das ist die eigentliche Botschaft hinter der Nachricht, sind es ganz andere, denen hier die Schuld für die Toten und die Schießereien in die Schuhe geschoben werden soll: die Muslimbrüder, die sich völlig unerwartet plötzlich dem Vorwurf ausgesetzt sehen, angeblich für die Unruhen verantwortlich zu sein.

    Noch nicht einmal mehr die halbstaatliche Tageszeitung "Al-ahram", traditionell als direktes Sprachrohr der jeweils amtierenden Regierung bestens bekannt, will an der bemühten wie falschen Behauptung festhalten und schreibt:

    Local residents have cast doubt on both army and ministry of interior accounts. There were no political or religious parties to the feud, they say, and no incident of sexual harassment. They report the crisis started when a group of Nubian students prevented a Bani Helal drug dealer from dealing in the area.

    (Übers.: "Ortsanwohner haben ihre Zweifel an der Darstellung der Armee und auch der Innenbehörden geäußert. Es habe keine politischen oder religiösen Parteien bei diesem Krieg gegeben, und auch kein Ereignis sexueller Belästigung. Sie berichten dass die Krise begann, als eine Gruppe nubischer Studenten einen Bani Helal Drogenverkäufer vom Drogenverkauf in der Region abgehalten hatte.")

    Möglicherweise fällt die "neutralisierende" Berichterstattung, dass die Muslimbruderschaft an diesem Blutvergießen nachweislich keine Verantwortung trägt, noch wenigstens in Teilen Ägyptens auf fruchtbaren Boden - doch sicher ist auch dies nicht.
    Allerdings wird sich der Rest der Welt angesichts der Auseinandersetzungen in Assuan höchstens noch mit genau dieser offiziellen Position der ägyptischen Innenbehörden auseinandersetzen und künftig zu dem Schluss kommen, dass die Muslimbruderschaft eine Straßenschlacht in Assuan provoziert haben soll, bei welcher mehr als 20 Tote zu beklagen waren.

    So wird Meinung gemacht.

  • Ukraine-Update: die Ostfriesen marschieren!

    Irgendwie erinnerte ich mich heute morgen an einen steinalten Witz, über den ich bereits vor dreißig Jahren schmunzelte.

    Und der geht so:

    Eines Tages entschlossen sich die Ostfriesen aus unerfindlichen Gründen, Russland anzugreifen und es ihrem Territorium einzuverleiben. Also wählten sie den Bürgermeister von Emden als Delegationsleiter, setzten ihn mit der formellen Kriegserklärung in ein Flugzeug nach Moskau. Dort traf er im Kreml auf den Präsidenten und übergab die Kriegserklärung.
    Da der Präsident jedoch wegen des schönen Wetters und des kalten Wodkas guter Laune war, begab er sich in ein Gespräch mit dem Bürgermeister und fragte vorsichtig, ob er denn wisse was geschähe, wenn die Rote Armee marschieren würde.
    Der Bürgermeister schüttelte den Kopf.
    "Nun," sage der Präsident, "als erstes marschiert unsere Infanterie mit gut drei Millionen Soldaten. Die werden auf ihrem Vorstoß von schnellen Kampfverbänden in Form von gut sechstausend Panzern überholt, während ungefähr tausend Jagdbomber Kurs auf Emden nehmen. Was halten Sie davon?"Der Bürgermeister kam ins Grübeln, erbat sich ein wenig Bedenkzeit und überlegte. Nach drei Stunden klopfte er wieder beim Präsidenten, senkte den Blick und flüsterte:
    "Wir ziehen unsere Kriegserklärung zurück."
    Der Präsident fragte: "Ist besser so, nicht wahr? Mit solchen Massen haben Sie wohl nicht gerechnet.""Oh," sagte der Bürgermeister, "Wir fürchten Euer Militär keineswegs. Wir haben nur nicht genug Platz für so viele Kriegsgefangene."

    Mit "Verzweiflung" hat es nicht wirklich irgendetwas zu tun, wenn der "Präsident" Turtschinow (s)eine "Armee" in die Ostukraine schickt - sondern nur mit himmelsschreiender Dummheit. Es wäre so ziemlich für jeden Staat sehr vermessen, der russischen Armeepräsenz auf der anderen Grenzseite überhaupt eine eigene entgegensetzen zu wollen um eine vermeintliche "Drohukulisse" aufzubauen.
    Dies wäre immer eine leere Drohung. Und es wäre eine sogar sehr gefährliche Drohung, denn Putin ist nicht gerade für einen kilometerlangen Geduldsfaden bekannt und darüberhinaus wartet er bloß auf ein solches Signal zum Losschlagen.
    Es geht dann alles ganz schnell und ist in wenigen Stunden auch überstanden: schnelle Verbände aus der bereits versammelten, Roten Armee rücken in Windeseile nach Westen vor, sichern alle Großstädte und alle relevanten, öffentlichen Gebäude darin und entwaffnen bzw. verhaften alles, was sich nicht sofort und freiwillig unter die Rote Fahne stellt.
    Schon morgen früh könnte die Ostukraine heim ins Russische Reich gefunden haben.

    Der Vorwurf der Unfähigkeit, Russland irgendetwas Nennenswertes militärisch entgegensetzen zu wollen, gilt für die Ukraine im Besonderen, schon weil diese "Armee" nur in Anführungszeichen eine solche genannt werden sollte. Die Soldaten sind soweit demoralisiert, dass sie bereits jetzt im Dutzend samt ihrem Material zur prorussischen Front im Osten überlaufen - und das nur für ein aufmunterndes Wort und eine heiße Suppe.
    Das Material dieser "Armee" existiert eigentlich gar nicht; es besteht aus völlig veralteten Schießprügeln und die vor kurzem erst stolz der Presse präsentierten Radpanzer hat die Ukraine auch nur, weil sie eigentlich exportiert werden sollten und vom Käufer wegen schwerer Risse in der Panzerung nicht akzeptiert worden waren. Wesentliche Teile relevanter Militärausrüstung ist in den vergangenen Jahren von Russland zwar geliefert, aber von der Ukraine auch sofort wieder weiterverkauft worden. Desweiteren hat sich sowohl die alte als offenbar auch die neue Führung der Ukraine nicht um die Armee bekümmert und bei den Soldaten gar am Essen gespart - auch deshalb reduzierte sich die Armee zu einer "Armee".

    Das bedeutet im Klartext, dass eine Gurkentruppe ohne relevantes Schießgerümpel Richtung Krieg ziehen und die Rote Armee mit ihrer armseligen Präsenz zu einem Schlag herausfordern will.

    Die komischen "Sanktiönchen" kann sich der Westen an den Hut stecken - außer einer saftigen Kriegserklärung dürfte es kaum etwas geben, was einen Wladimir Putin nachdenklich machen könnte. Putin denkt nicht in westlichen, kleinkarierten und wirtschaftlich motivierten Dimensionen, sondern dürfte nicht weniger als eine neue Supermacht aufbauen wollen und so schlecht stehen die Zeichen nicht für ihn. Russland tritt territorial und politisch in die Leerräume, die die USA aufgrund ihrer Rückzüge, ihrer Pleiten und Fehler zurücklassen. Kleinere Querelen wie die jetzige Meckerei der EU und der NATO wegen der Ukraine treiben Putin nur wenig um und machen ihm schon mal gar keine Sorgen. Er hat das Erdgasstöckchen in der Hand, über das er die gesamte EU springen lassen kann und verfügt darüberhinaus über ein wachsendes Portfolio von allerlei neuen, globalpolitischen und -strategischen Optionen.

    Er weiß, was alle wissen: EU, NATO und USA haben längst erkannt, dass sie die Ukraine aufgrund ihrer Fehler nur noch schneller in Russlands Arme gedrängt haben und das sie seit Wochen bereits nichts mehr in der Hand haben, was die Zukunft noch würde ändern können. Die verbündeten Regierungen agieren nur noch aus Gründen drohenden Gesichtsverlusts; die Ukraine ist tatsächlich abgeschrieben und nur noch ein politischer Belastungsposten in den Büchern.

  • Israel - die Jagd auf Kinder

    ... hat nun mittlerweile organisierte Züge angenommen und die Ebene "gestörte Einzeltäter" längst verlassen.

    Vor einigen Monaten veröffentlichte ein Israeli nach seiner Gewohnheit ein Foto und stellte seinen Facebook-"Freunden" die einfache Frage, was hier wohl zu tun sei. Das Bild zeigte zwei kleine, palästinensische Jungs in einem Zelt.
    Die Online-Präsenz "Electronic Intifada" beobachtete die Reaktionen aus Israel auf dieses Foto - und erschrak.
    In furchtbarer Offenheit schwadronierten da zahlreiche (!) Israelis in einem meterlangen (!) thread, dass sie den Jungs gern "Nervengas" ins Zelt schießen würden, nachdem sie die Jungs dort eingeschlossen hätten. Andere empfahlen wörtlich, "eine Kugel für jeden ... " und alles sei dann in Ordnung. Wiederum andere wollten sich damit gar nicht abplagen und würden kurzerhand mit einem Bagger "alles plattmachen".

    Benjamin Netanjahu negiert solche und ähnliche Vorfälle; er tritt sie medial durch eisiges Schweigen einfach tot.
    Auf die Aktion "Breaking the Silence", die von etlichen israelischen Soldaten aus Gewissensnot gegründet wurde und sich schwerpunktmäßig mit systematischen und systematisierten Vergehen beschäfiten angesprochen, knurrte Netanjahu nur kurz: "Wer sind die? Die kenne ich nicht. Wir haben kein Problem in unserer Armee."
    Das Problem bestand und besteht latent in dem Umstand, dass sich hier nur wenige Stimmen zusammen mit denen aus Palästina erheben, die die systematische Hatz auf Kinder offen beklagen. Abhilfe konnte jüngst eine Aktion starten, die hunderte von günstigen, kleinen Videokameras im Westjordanland verteilte und somit dafür Sorge trug, dass plötzlich eine ungeahnte Fülle von Videobeweisen für gezielte Drangsalierungen und Quälereien von Kindern durch israelische Soldaten Furore macht.

    Oder doch: machen könnte, da sich die westlichen Medien dieses Themas nur sehr ungern widmen, weil es doch den Glanz der "Freundschaft" zu Israel bleiern machen könnte. Nichtsdestotrotz existiert dies Material und ist sehr leicht auf Youtube auffindbar.

    Nun beginnt die Hatz auf palästinensische Kinder in Jerusalem selbst, als solche erkennbar zu werden.

    (Quelle: alsharq.de)

    Abseits der wichtigen Marktstraßen und außerhalb der geschäftigen Zeiten, wenn Touristen und Pilger nicht mehr die Plätze füllen, wird die Altstadt zu einem hart umkämpften Ort“, so Yasser Qous vom Bürgerverein der lokalen afrikanischen Gemeinde. Zurzeit gibt es im muslimischen Viertel über 20 jüdisch-israelische Siedlungen. Zwei werden als private Wohnhäuser genutzt, die restlichen dienen als Schulen und Synagogen, so Qous, der sein ganzes Leben hier verbrachte. Zudem haben die Siedler begonnen, religiöse Umzüge durch das Viertel zu veranstalten. Daran nehmen auch hunderte Juden aus anderen Orten teil.

    „All diese Entwicklungen führen zu einer erhöhten Siedlerpräsenz im muslimischen und im christlichen Viertel. So viel war es noch nie“, bekräftigt Qous. „Noch 2011 waren körperliche Übergriffe an Kindern die Ausnahme. Auch kamen die Täter ausschließlich aus Kreisen fundamentalistischer Siedler, was man mittlerweile nicht mehr behaupten kann.“

    Spätestens seit der ersten Intifada vor ungefähr fünfzehn Jahren hat Israel erkannt, dass sich Massenexekutionen nur selten und offene Apartheid noch weniger in der Weltöffentlichkeit problemlos vertreten lassen. Deshalb reduziert man Beseitigungsaktionen auf abgegrenzte Aktionen wie 2009 anlässlich des Gaza-Massakers mit über tausend zivilen Toten.
    Zum Alltag allerdings gehören zwischenzeitlich standardmäßig Beleidigungen, tätliche Übergriffe, schwere Verletzungen, Verwüstungen und Rechtsentzug gegen Palästinenser; das Ziel ist langfristig ein regelreches "Wegekeln" durch zermürbende, andauernde aber leise und daher nur wenig öffentliche Bedrohung und Angriffe.

    Die Politik Netanjahus schafft das Übrige und suggeriert der israelischen Bevölkerung, arabisches Leben sei nichts wert, es sei dreckig, dumm, verschlagen und bösartig. Der Schulunterricht hat sich auf diese Sprachregelung eingestellt; die Wahrheit darf nicht gelehrt werden, den Kindern wird eine geschönte und zentral genehmigte, gefilterte Sicht auf die Dinge vorgelegt. Es ist Lehrern tatsächlich verboten, von den Verbrechen Israels anlässlich des Landraubs zu sprechen.

    „Brutale Übergriffe von israelischen Siedlern auf junge Palästinenser kommen im Westjordanland häufig vor“, sagt der verantwortliche Direktor von Defence for Children International in Palästina, Ayed Abu Eqtaish. „In Jerusalems Altstadt jedoch waren uns solche Angriffe bis vor zwei Jahren unbekannt.“

    Israelische Siedler rekrutieren sich zum größten Teil aus faschistisch verblendeten, radikalen wie erzkonservativen Juden, die das Land von allem Nichtjüdischen reinigen wollen und die alles Nichtjüdische als wertlos und als potenziell gefährlich ansehen. Das politische Israel hat kein Interesse daran, die Radikalität der Siedler einzudämmen oder gar bestrafen zu wollen, eher im Gegenteil: die israelische Armee hat Befehl, Siedler unter allen Umständen zu beschützen, da sie jedoch keine Polizeigewalt hat, kann und darf sie Siedler keinesfalls von Straftaten abhalten. Dies führt regelmäßig dazu, dass sich Siedler zusammenrotten, die Armee verständigen, in palästinensische Dörfer einfallen, dort auf Menschen schießen und Gebäude niederbrennen, besudeln oder verwüsten. Setzen sich die Palästinenser dagegen zur Wehr, ist die Armee gehalten, sofort zu schießen und zu verhaften.
    Diese Übergriffe wurden seit langem systematisiert und sind seit vielen Jahren nicht mehr das Werk verblendeter Einzeltäter, sondern organisierte und von der Regierung durchaus erwünschte Ereignisse.

    Menschen sind nunmal Menschen - sie folgen üblicherweise einem gewissen Herdeninstinkt. Und solange Kinder verächtliches Reden oder gar Übergriffe ihrer Eltern auf andere Menschen registrieren, befinden sie solches Verhalten für angemessen, wiederholen es ohne jedes Schuldgefühl und fügen diesem Vergehen dabei noch die eine oder andere Schärfe hinzu. Diese unten geschilderten, israelischen Jungs sind ja nicht von Natur aus "böse" - sie befinden sich in ihrer Prägephase nur in einem Umfeld, für welches Araber eben dreckig, dumm, bösartig und minderwertig sind.

    „Wir gingen wie immer durch das jüdische Viertel, da das der kürzeste Schulweg für uns ist“, sagt Thikra. „Normalerweise werden wir von den Israelis, die in den Gassen unterwegs sind, ignoriert. Doch an diesem Tag, als wir an einer Gruppe von vier Jungen vorbei gehen wollten, stieß uns einer von ihnen gegen die Wand. Mein rechtes Auge wurde dabei verletzt und ich musste ärztlich behandelt werden.“

    Schulwechsel anstatt strafrechtlicher Verfolgung

    Ghada und Thikra meldeten den Überfall sofort bei der nächsten Polizeistation. Obwohl sie die vier Jugendlichen auf einem Überwachungsvideo erkennen konnten, hatten sie auch nach über einem Monat keine Nachricht von der Polizei erhalten.

    Die Schuld, die Verantwortung für solches Verhalten liegt natürlich, im zitierten Artikel tritt dies offen zutage, bei der Polizei. Sie ist ihrerseits nicht unbedingt zu besonderem Fleiß in diesen Fällen angehalten und tut aus intrinsischen Gründen das ihrige dazu um eine Strafverfolgung gänzlich zu vereiteln.

    „Dass Täter nicht verfolgt werden, ist keine Ausnahme“, sagt Qous von der afrikanischen Gemeinschaft. „Täter werden kaum strafrechtlich verfolgt und müssen keinerlei legale Konsequenzen fürchten. In den seltenen Fällen, in denen sie auf eine Polizeistation gebracht werden, werden sie nach wenigen Stunden wieder entlassen.“

    Und genau hierin zeigt sich die perfide Systematik in der permanenten Quälerei von Arabern sowohl in Palästina, als selbst auch in Jerusalem. Die Konsequenzlosigkeit schwerer und körperlicher Angriffe auf Araber macht aus diesen Freiwild und erklärt sie zu sozialem Unrat, mit welchem nach Belieben verfahren werden kann.

    Dieser latente Faschismus breitet sich auf allen Ebenen des kulturellen wie praktischen Zusammenlebens aus - und betrifft sogar die Stadtplanung:

    Obwohl alle Bewohner Jerusalems gleich viel an Steuern zahlen, sind die Unterschiede bei den Infrastrukturen in den Vierteln gut sichtbar. Zahlreiche Haushalte im muslimischen Viertel sind noch immer ohne Strom und Abwasserentsorgung. Die Müllentsorgung und Straßenreinigung funktioniert dort, wo Touristen und Pilgern eine saubere Kulisse geboten werden soll. Freie Plätze und Spielanlagen für Kinder, wie es sie im jüdischen Viertel gibt, sucht man hier jedoch vergeblich.

    Heute wächst in Israel keine Hitler-, sondern eine Netanjahujugend heran. Die Kinder befinden sich einem ganz besonders beklagenswerten Umfeld von Hass, Dummheit, Aggressivität und Ignoranz ausgeliefert, dem sie kaum bis gar nicht entkommen können. Daher ist vorherzusehen, dass aus ihnen kaum etwas anderes entstehen kann als noch schlimmerer Hass, noch größere Dummheit, Aggressivität und weiter angewachsene Ignoranz.
    Man muss nicht den Zehnjährigen in Jerusalem, der im reinsten Wortessinne förmlich "arglos" einem palästinensischen Kameraden mit einem Stein den Kopf aufschlägt, anklagen, sondern Benjamin Netanjahu, in dessen Absicht und Plan ein solcher Anschlag liegt, dafür verurteilen - und am besten davonjagen.

  • Nachtrag: das blöde Greinen über die Toten von Boston

    .... sollte verstummen angesichts des Grauens, welches die USA in so reichem Maße über die Welt bringen.

    Im hier gelieferten Link, der sehr leicht über Google von jedem auffindbar ist, sind Fotos von missgebildeten Kindern und Babies zu finden. Man sollte sie sich ansehen um ein rechtes Verhältnis zwischen Mitgefühl und Zorn zu erhalten und verstehen zu können, weshalb diese Mitleids- und Trauerwelle um die Bostoner Opfer global betrachtet regelrecht peinlich ist.

    Warnung: Die Bilder können traumatisierend wirken.
    In jedem Fall aber zeigen sie schonungslos das vollständige Ausmaß der verheerenden Umweltschäden durch US-Waffengebrauch im Irak.

    Ich habe mich zur Veröffentlichung des Links aus genau zwei Gründen entschieden:
    1. Die verlinkte page ist tatsächlich sehr einfach auffindbar
    2. Es muss ein Gegengewicht zur medialen wie politisch motivierten Ausbeutung der Toten von Boston geben.

    http://www.thelibertyclub.net/user/donnob/Depleted_Uranium.htm

    (Da einige der dort gezeigten Fotos Gegenstand zahlreicher Veröffentlichungen sind, können sie als authentisch angenommen werden. Die Bilder sind dem Verdacht enthoben, manipuliert worden zu sein. Einige Medien wie z.B. Al-Jazeera reportieren z.T. noch erheblich furchtbarere.)

  • Boston Attentat - dummes, verlogenes Mitleid.

    Die gesamte, westliche Welt überholt sich in ihrer Jahrestagtrauer in Bezug auf das Attentat von Boston, welches heute vor einem Jahr 3 Tote und mehrere hundert Verletzte forderte.

    Heute morgen wurde das Radio überschwemmt von einer Tränenwelle, nicht enden wollende Interviews mit Überlebenden und solchen, die zwar in Boston, allerdings fernab vom Attentat zugegen gewesen waren und auch medial wirksam irgendwie ihrer Betroffenheit Ausdruck verleihen wollen.
    Erschütternde Schilderungen Getroffener, tränenerstickte Berichte überlebender Angehöriger tönen durch den Äther und heute über Tag werden wir ganz sicherlich noch einmal dutzende von Bildern zu sehen bekommen.

    Meine Güte, was kotzt mich das an.

    Über einen Zeitraum von heute weit mehr als zwanzig Jahren richtet der Westen unter unglaublichsten Zu- wie Umständen tausende unschuldiger Zivilisten weltweit hin und schert sich kaum um die Folgen dessen, was sie anrichten.
    Hält man der Betroffenheitsorgie, die jetzt die drei Bostoner Toten umfängt, Berichte dessen entgegen, was im Namen dieser Leute weltweit geschieht, dann lesen sich derartige Tatsachen aufgrund ihrer Entsetzlichkeit für geradezu erdacht, erlogen. Niemand würde glauben wollen, mit welcher Gleichgültigkeit, ja häufig gar Freude, nicht nur dutzende oder hunderte Menschen vernichtet, sondern gleich ganze Städte dem Erdboden gleichgemacht werden.

    Ich nehme mal einen derartigen Bericht und frage mich ernsthaft, welcher Terror der schlimmere ist:

    When U.S. warplanes strafed [with AC-130 gunships] the farming village of Chowkar-Karez, 25 miles north of Kandahar on October 22-23rd,killing at least 93 civilians, a Pentagon official said, "the people there are dead because we wanted them dead." The reason? They sympathized with the Taliban. When asked about the Chowkar incident, Rumsfeld replied, "I cannot deal with that particular village."

    (Übers.: "Als US-Kriegsmaschinen [mit AC-130 Kampfhubschraubern] das Bauerndorf Chowkar-Karez am 22. und 23. Oktober 25 Meilen nördlich von Kandahar beschossen und mindestes 93 Zivilisten töteten, sagte ein Pentagonbeamter: "Die Leute sind tot weil wir sie tot sehen wollten." Der Grund? Sie sympathisierten mit den Taliban. Als Rumsfeld nach dem Chowkar-Ereignis gefragt wurde, antwortete er: "Ich kann mich nicht um jedes Dorf kümmern.")

    Wir können und wir wollen uns derartige Vorgänge einfach nicht vorstellen - und halten sie zumindest unterbewusst reflexhaft für erdacht. Allerdings sind derart bestialische Gedankengänge durchaus Usus und beim westlichen Militär mit großer Selbstverständlichkeit tägliche Übung.
    Die Medienarbeit arbeitet hocheffizient und suggeriert uns einen "sauberen, gerechtfertigten Einsatz"; allzu häufig enthält man uns aus wohlüberlegten Gründen die Vokabel "Krieg" vor - denn es soll ja kein "Krieg" sein, mit welchem wir als Westler bedeutende Teile der Welt überziehen, damit wir auch morgen noch günstige Tankrechnungen und die Profite unserer Konzerne gesichert haben.

    Die Wahrheit sieht allzu häufig ganz anders aus - und zuweilen enttarnt sie Zahnräder im Getriebe der Medienbearbeitungsmaschinerie und lässt uns tief in ihr Getriebe schauen:

    Am 31. Oktober 2001 traf die Bombe einer US-Maschine ein Rotes-Kreuz-Krankenhaus in Kandahar. Der Informationsfluss, der durch die US-Lügner der Armee bearbeitet wurde, funktionierte trotz dieser Anstrengung und förderte letztlich doch die Wahrheit zutage.

    1. Die Taliban meldeten, der Angriff habe 11 Menschen getötet.

    2. Das Pentagon gab an, der Angriff habe angeblich sowohl das Krankenhaus als auch ein weiteres Rote-Kreuz-Gebäude in der Nähe verfehlt und sagte: "Es war ein legitimes, terroristisches Ziel und ein beabsichtigter Schlag."

    3. Ein Journalist sah später einen großen Krater in der Mitte des Krankenhauses und durch herabfallende Trümmer zerstörte Krankenfahrzeuge. Ein Doktor berichtete von 15 Toten.

    Im Falle Irak konzentriert sich der blanke Horror noch wesentlich stärker. Durch den Einsatz von Munition mit angereichertem Uran sind bedeutende Teile des gesamten Landes schwer und schwerst toxisch belastet. Seit vielen Jahren explodiert die Zahl derart grauenerregender Krankheiten, Missbildungen und Tumore, dass sich selbst der SPIEGEL fragt, wieviel Wahrheit dem normalen Bürger überhaupt zuzumuten sei:

    (Quelle: http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelblog/fotoreportage-ueber-zunahme-von-fehlbildungen-und-krebsfaelle-im-irak-a-874172.html )

    Bilder von toten Föten und Frühgeburten, Missbildungen an Babys und Kindern, Mutationen bei Familien und große Tumore an Schultern und Köpfen. Erschütternde Szenen in Krankenhäusern von Falludscha und Basra. Verzweifelte Eltern, die um das Leben ihrer jungen Nachkommen kämpfen.

    Es dauerte ein halbes Jahr, bis die Geschichte im SPIEGEL erschien, auf dem iPad auch in einem herausragenden Multimedia Special. In diesem Zeitraum haben wir innerhalb der Redaktion viel darüber diskutiert, wie weit wir bei der Bebilderung gehen wollen. Was können wir dem Leser zumuten? Muss er Bilder von toten Babys sehen? Liegt das Heft nicht auch dekorativ auf den Kaffeetischen der Nation? Blättern nicht Kinder in den Heften?

    Kein einziges Wort von all diesen Opfern, die ihr Leben im Namen unseres Wohlstandes, unserer Blind- und Blödheit und unserer Gier gelassen haben und nichts berichten die Warlords Europas und der USA von denen, die zwar leben, aber jeden Tag ein bisschen sterben, weil sich apfelsinengroße Tumore aus ihren Körpern erheben und ihre Babies mit mehreren Köpfen und kaum zu schildernden, sonstigen Missbildungen zur Welt kommen - und auf die nächsten Jahrzehnte kommen werden, weil niemand das Land entseucht, das von den Lügen der USA so nachhaltig und breitflächig vergiftet worden ist.

    Deshalb kotzt mich diese Leierei in Bezug auf den Bostoner Irrsinn so wahnsinnig an; sie nervt mich, sie macht mich böse.
    Ich habe nie und zu keinem Zeitpunkt an Gewalt geglaubt und habe sie niemals als taugliches Mittel eines Miteinanderumgehens betrachtet. Mir sind die Toten und Verletzten von Boston nicht egal - aber ihr Schicksal verschwindet vor der überwältigenden Masse von Menschen, die in böswilliger Absicht exekutiert worden sind und die größtenteils weitaus schlimmeres Leid als die Verletzten von Boston hinnehmen müssen. Denn für all diese hunderttausend Toten stand niemals ein Fonds zur Verfügung, der irgendwelche Operationen oder Prothesen bezahlt hätte. Sie lagen zu tausenden in und unter Ruinen und waren auf Tage zum Verrecken verurteilt.
    Zu tausenden wurden Kinder vor den Augen ihrer Eltern zerfetzt, mit bloßen Händen gruben sie im Schutt nach den furchtbar verstümmelten Leichen ihrer Angehörigen.

    Das Mitleids-, Verständnis- und sonstige Geschreie wegen der Toten von Boston ist unangebracht, unangemessen und verlogen.

  • Lachnummer Sicherheitsrat - eine Horde Hammel

    stellt dessen Mitglieder und diese laufen blökend in die von den Wirtschaftskapitänen und Despoten namens Obama und Merkel gewünschte Richtung.

    Die akute Kriegsgefahr, die sich momentan jenseits der Ukraine selbst auf ganz Europa erstreckt, ist künstlich aufgeblasen, herbeigeredet und vom Westen aktiv und angestrengt befeuert worden.

    Um dies vorwegzuschicken: natürlich ist der russische Griff nach wesentlichen Teilen der Ukraine völkerrechtswidrig. Ja und?
    Selbstverständlich wäre es unter keinen Umständen hinnehmbar, dass ein machtvoller Staat einfach nur aufgrund seiner wirtschaftlichen und militärischen Überlegenheit nach dem Territorium eines anderen greift.

    Unter den global herrschenden Voraussetzungen jedoch handelt es sich hierbei nicht etwa tatsächlich um einen Bruch eines Völkerrechts. Ein Recht als solches existiert nämlich nicht, wenn es niemanden auf der Welt gibt, der dafür einträte.
    Und sowohl für die USA als auch für Europa existieren keine Rechte aus einem Völkerrecht. Von den Genannten ist nämlich die Situation geschaffen worden, in welcher sich einige wenige grundsätzlich durch bloßen wie bewaffneten Raub, Missachtung aller erdenklichen Menschenrechte und dreisten Lügen ihren Luxus finanzieren.

    Niemand, der auch nur halbwegs klar bei Verstand ist (also ungefähr und maximal zehn Prozent der gesamten Westbevölkerungen), hat ein anderes Verständnis für die augenblickliche Lage.
    Es ist also nach derzeitiger Marketingstrategie für "gut" erklärt worden, wenn ein westlicher Staat einen nichtwestlichen Staat militärisch angreift, wirtschaftlich bis zu katastrophalen Notlagen bedrängt und erpresst und dabei auch Folter breit und massenhaft anwendet.

    Das völkerrechtlich bedenkliche wie strafwürdige Fehlverhalten der USA zieht sich wie ein balkendicker, roter Strang durch die jüngere Geschichte der zurückliegenden zwanzig und dreißig Jahre. Massive Destabilisierungsversuchen mithilfe harten, direkten militärischen Eingreifens hat es seit Nicaragua in immer kürzeren Abständen gegeben; im Grunde unterhalten die USA aktiv augenblicklich gleich ein halbes Dutzend von Brandherden, die sie z.T. über Jahre mühevoll erst zu Schlachtfeldern aufgebaut haben.
    Es dürfte kaum bis gar kein Recht mehr geben, welches nicht durch den Westen gleich mehrfach und mit äußerster Brutalität gebrochen worden wäre.

    Viele solcher und ähnlicher Brandherde und Schlachtfelder entziehen sich aufgrund ihrer ebenso perfide wie künstlich angelegten "Geschichte" mittlerweile oder sogar von ihrem Anbeginn an teilweise oder vollständig unserer Aufmerksamkeit.
    Man nehme als Beispiel Israel: der alltäglich im Gaza-Streifen und Westjordanland angerichtetete Völker- und Menschenrechtsbruch wird uns vermittels eines arglistig und langfristig installierten Sprachgebrauchs als "Notwehr" und "Verteidigung" verkauft. Tatsächlich jedoch schießen israelische Soldaten seit nunmehr Jahrzehnten immer wieder unprovoziert auf Zivilisten, sie verstümmeln Kinder, rauben aus fremdem Territorium Wasser und stoßen ganz offen Drohungen für den Fall aus, dass ihre Opfer normale, rechtliche Schritte gegen sie unternehmen wollen. Tatsächlich sind die alltäglichen Misshandlungen und sonstigen Rechtsbrüche Israels nichts anderes als der Versuch, die rechtmäßigen Eigentümer langfristig aus dem Land und fort von interssanten Flächen zu drängen.

    Die einzigen Opfer der augenblicklichen Ukrainekrise sind die Ukrainer selbst - sie haben sich durch Dummheit und Notlagen mal nach links, mal nach rechts zerren und von Versprechungen verführen lassen. Dabei hätte man ihnen von vornherein sagen müssen, dass sie niemals frei von Russland sein können und dass sie jeden Widerstand gegen Moskau bitter mit Not, Hunger, Zerfall und allgemeinem Niedergang bezahlen werden.
    So wie der Irak seine harte Haltung unter Saddam Hussein, der auch kein größterer Metzger war als Obama, noch auf Generationen böse ebenso wie Afghanistan mit augenblicklich bereits einer Viertelmillion Toten bezahlen muss - der Blutzoll wird noch wesentlich höher steigen. Im Endergebnis stellt sich alles als bösartig, erfolglos und zertreten dar, was außerhalb Europas und Amerikas "Kontakt" zu diesen Regionen haben musste.

    Da klingt der westliche Ruf nach "Völkerrecht" ganz unglaublich zynisch und scheint nur eine einzige Botschaft in sich tragen und transportieren zu wollen: Was schert uns ein "Recht", das unseren Konzernen keine Profite einbringt?
    Steinmeiers "Sorge" um die Stabilität der Ukraine ist nichts als Lüge, sofern sie diese "Sorge" angeblich um die Menschen dort drehen soll. Er selber ist einer der übelsten Kriegstreiber und Hetzer in dem gesteuerten Konflikt, mit dem nur ein einziges, politisches Ziel verfolgt und erreicht werden soll: Russland soll gewaltsam zum Rückzug gebracht werden. Der Westen will mit allen Mitteln den russischen Gesichtsverlust erzwingen - selbst wenn dies einen Krieg erfordern sollte.
    Russische Interventionen auf der ganzen Welt, die in der letzten Zeit gerade die USA immer und immer wieder als Lügner, Provokateure und brutale Imperialisten enttarnt hatten, sollen zum Schweigen gebracht und damit verlorene Einflussgebiete zurückgewonnen werden. Politisch und strategisch interessiert sich nun wirklich niemand für die Ukraine - würde es dem Westen in den Kram passen, sähe er ungerührt wie schon so oft tatenlos dabei zu, wie Ukrainer durch Massenerschießungen umkämen.
    Wir haben dies in Ägypten gesehen: tausende und abertausende Bilder und entsetzliche Nachrichten von Demonstranten, die von den Heckenschützen des Militärs ganz offen wahllos wie heimtückisch durch Kopfschüsse hingerichtet wurden, hatten nichts als halblaute, sehr hilflose Meckereien aus Europa zur Folge. Die letzten Gräber (der Demokratie und Menschen)  sind noch nicht ganz zugeschaufelt, da zahlen die USA die nur vorübergehend eingestellte Militärhilfe von 1,5 Milliarden Dollar jährlich schon wieder an die Generalität aus.
    Wir sehen dies pausenlos in Israel: nur allein beim genozidären Überfall auf den Gaza-Streifen in 2009 starben über tausend Zivilisten; Berichte, nach welchen etliche davon ebenfalls durch wahllose Exekutionen von Heckenschützen regelrecht abgeknallt worden sind, wurden ganz einfach unterdrückt, aus der Öffentlichkeit entfernt und deren bloße Existenz wird ganz einfach negiert.

    All diese Toten sind jedoch von keinerlei Interesse - denn um Menschen geht es hier gar nicht und noch nicht einmal die Souveränität von Staaten wäre hier ein Thema.

    Nur ganz allein der Fortfall der beinahe fest eingeplanten Absatzmärkte der Ukraine beschert dem Land die Krise - und sonst bliebe nur noch ein massives Interesse an Standorten für eine provozierende, ausgebaute Anwesenheit der NATO an der rusischen Flanke.
    Hier geht es lediglich um Geld und Einflussgebiete; die USA liegen wirtschaftlich am Boden und müssen verzweifelt neue Märkte acquirieren, wenn sie den Lebensstandard ihrer Reichen nicht gefährden will. Sie haben längst keine moralischen noch wirtschaftlichen, militärischen oder politischen Vorzüge im Angebot, die ihnen das Werben erleichtern könnten und ihre diesbezügliche Vorreiterposition ist längst dahin.

    Wir erleben hier, wie sich der Raubtierkapitalismus global noch einmal für eine Entscheidungsschlacht aufbäumt und alles aktiviert, woraus er besteht: Geld und Waffen - mehr hat er nicht.
    Mit dem Bezahlen des Reichtums anderer sind nun die Ukrainer dran - um mehr geht es hier nicht.

  • Produktkritik: Sony Smartwatch 2

    Vor nun ca. 14 Tagen habe ich mir, da meine Funkarmbanduhr leider unvorhergesehen den Dienst quittiert hatte, in Ermangelung einer Ersatzuhr eine Sony Smartwatch 2 zugelegt.

    Ich hatte kaum Hoffnung, dass sich ihr Einsatz über mehr als bloße Spielerei erstreckt, auch wenn sich ihre generellen Funktionen in den Beschreibungen lasen, als wenn man sie sinnvoll würde einsetzen können.

    Nun also, etliche Tage, geschäftliche Besprechungen und kurzfristige Benachrichtigungen später, habe ich einen recht guten Eindruck von der Uhr und darf mich begeistert dazu äußern:

    Zielsetzung für mich war, mein handy im Rahmen geschäftlicher Termine stumm schalten und dennoch darauf hoffen zu dürfen, keine möglicherweise brisante Nachricht zu verpassen. Wie in der Industrie mittlerweile breit Usus, so ist ein schrilles handyklingeln auch in meinem Bereich verpönt und wird als sehr unangenehm empfunden. Auch wenn ich mir aufgrund meiner Position und Situation herausnehme, auch in solchen Terminen mein handy zu frequentieren, empfinde ich die heute mögliche, vollkommene Stummschaltung als große Erleichterung.

    Ich bin nun mal leider nicht gefeit davor, in bestimmten Situationen spontan den Arbeitsplatz verlassen und mich privaten, allerdings extrem wichtigen Dingen widmen zu müssen.

    Die Smartwatch kann all das; das nun völlig handy "drückt" alle eingehenden Benachrichtigungen durch auf die Uhr, welche dezent vibriert und den jeweiligen Text vollständig auf dem Zifferblatt anzeigt. SMS werden dabei ebenso auf die Uhr lanciert wie WhatsApp- und Telegram-Nachrichten und Emails, wobei ich hier sogar eine spezielle App für mein Google-Emailkonto frequentiere.
    Anrufe zeigt die Uhr ebenfalls zusammen mit dem Angebot an, den Ruf abzuweisen und mit einer kurzen, vorlagengesteuerten SMS zu beantworten.

    Die Kopplung der Uhr mit dem Smartphone (ich besitze ein Samsung Galaxy S2) ist, obschon mein Gerät keinen NFC-Chip aufweist, auch "nur" über Bluetooth im Handumdrehen gelungen. Beim Unboxing fällt das Fehlen beinahe jeglicher Bedienungsanleitung zunächst unangenehm auf - kaum fünf Minuten später jedoch versteht man schnell, dass es einer derartigen Anleitung gar nicht bedarf, da die Uhr völlig problemlos intuitiv bedienbar ist. Ihr Funktionsprinzip ist einfach und wird von Googleplay mit großen Mengen Apps noch weiter erleichtert, mit welcher man der Uhr neue, weitere Funktionen mitgeben kann - oder könnte. Denn vieles im Angebot scheint mir ziemlicher Quatsch für großgewordene Kinder zu sein. Erwähnenswert und unverzichtbar scheint mir die App "WatchIt" zu sein, da sie, entgegen der eingebauten, ähnlichen App, die gesamte, eingegangene Nachricht im Volltextmodus auf das Zifferblatt zaubert.
    Es mag an einer gewissen Inkompatibilität zwischen den Herstellern liegen, eine "Fernsteuerungs-App" für die Smartphonekamera lässt sich zwar laden und fahren, führt jedoch zum handy-Systemabsturz, sobald man tatsächlich auf der Uhr den Auslöser für Fotos klickt. Ich habe nicht genug Interesse an dieser Spielerei, um mich da um Abhilfe zu kümmern. Also habe ich diese App direkt wieder deinstalliert.
    Es gibt sehr wertvolle Kalenderfunktionen, die den Löwenanteil aller speziellen Eintragungen zu einem Termin optisch sinnvoll aufbereiten und rechtzeitig vor Terminbeginnen noch einmal kurz erinnern.

    Man kann zwischen einigen "Watchfaces" wählen, um dem Zifferblatt im normalen Zeitanzeigemodus ein neues Antlitz zu geben. Hier stehen neben modernistischen auch eher konservative Anzeigemodi zur Auswahl. Die Anzeige ist im "Off-Modus" ganz gut in normalem Licht ablesbar, nur in tatsächlich dunklerer Umgebung, fortgeschrittener Dämmerung, ist man zur Aktivierung der Beleuchtung gezwungen.

    Auf Funktionen, Nachrichten direkt von der Uhr aus zu schreiben oder gar mit ihr zu telefonieren, verzichtet die Smartwatch - und das scheint mir auch sehr sinnvoll zu sein. Ich persönlich käme nie auf die Idee, mich einer Behinderung verdächtig zu machen, weil ich plötzlich mit völlig verrenktem Arm am Kopf durch die Gegend liefe und leeren Blickes vor mich hin rede. Und selbst mit dem großen, wenn auch definitiv nicht zu großen Zifferblatt gelänge es mir kaum, eine darauf angeordnete Tastatur mit meinen Fingern, die nicht an Würste erinnern, problemlos bedienen zu können.
    Ich setze die Uhr mit anwachsendem Erfolg tatsächlich nur als dezentes Benachrichtigungsgerät ein und entlaste meine Umwelt von allerlei Gebimmel.

    Fazit: Das Konkurrenzmodell Galaxy Gear 2, ist nach näherer Begutachtung im Vorfeld, weitaus mehr ein (Kinder-) Spielzeug, da technisch wie softwaremäßig hoffnungslos überfrachtet und auch viel zu teuer.
    Die Sony Smartwatch besticht neben ihrem sehr maßvollen Preis von ca. 130 Euro (mit dem höherwertigen Metallarmband) gerade durch die Reduktion auf tatsächlich im Alltag sinnvolle, erwünschte und souverän umgesetzte Unterstützung und bietet nur, was sie auch gut kann. Wenn ich vorher mein handy auf "maximale" Erinnerungs-, Wachrüttel- oder nerviges Anrufgescheppere und Gebimmel einstellen musste, umfängt mich heute segensreicher Frieden und tiefe Ruhe. Ein kurzes Schütteln am Handgelenk belässt mich in der Mitte aller erdenklichen, familiären Entwicklungen, gewährt mir ultraschnellen Ein- wie Überblick und entlastet meine Arbeitswelt nicht wenig.
    Ich registriere sehr aufmerksam, dass ich mein handy kaum noch halb so oft aus seiner Tasche zücke.

    Das von mir betriebene "Dreiergestirn", also handy, Freisprecheinrichung im Auto und nun die SW2, gibt mir größtmögliche Freiheit im Umgang mit (mobilen) Daten, Benachrichtigungen aller Art, News und Anrufen.

    Wer immer über eine Smartwatch nachdenkt, sollte dies Modell ernsthaft in Erwägung ziehen.

  • In eigener Sache: "Halblang!"

    Die Vielfalt der Themen, die dringlich kopfinterner Bearbeitung -und damit für mich auch für dies blog!- bedürfen, wächst stetig weiter.

    Ukraine, Ägypten, Afghanistan, Israel, USA ..... all dies sind Problemkreise, mit welchen man sich dringlich zu beschäftigen hat.

    Momentan aber gehört meine Aufmerksamkeit schwerpunktmäßig meiner Frau.
    Sie ist krank geworden, und um der Wahrheit die Ehre zu geben: sogar sehr krank.
    Als ich damals diese hinreißend schöne, hübsche und intelligente Frau durch einen beinahe dummen Zufall kennenlernte, da konnte ich von den darauffolgenden Jahrzehnten zusammen mit ihr nichts ahnen. Wohl tausendmal habe ich ihr bis heute immer wieder von meinem damaligen Schrecken erzählt, als sie mit einem Topf Gemüsesuppe zur Tür hereinkam, mir ein knappes Lächeln schenkte und vorbeimarschierte. Mein Schreck galt damals weniger ihr als mir selbst - nie hätte ich es damals für möglich gehalten, was der bloße Anblick einer Frau in einem Mann auslösen kann. An die breit geschilderte Liebe hatte ich nicht geglaubt und noch viel weniger als die, von der heißblütige Literaten oder Filmemacher erzählen - bis sie mich mit voller Wucht erwischte.

    Heute haben wir alle vier Kinder groß, erwachsen, im Studium oder bereits jenseits desselben.
    Unsere Liebe aber ist in all den Jahren nie einer Selbstverständlichkeit, einer Routine, geschweige denn irgendeiner Lustlosigkeit gewichen - eher im Gegenteil. Sie ist um ein Vielfaches tiefer und breiter geworden, hat von ihrem Feuer kein halbes Grad verloren und wurde nur durch einen stark angewachsenen Teil an Kommunikation verstärkt, der sich wort- und gestenfrei abspielt.
    Wäre sie als Botschafterin eines zuweilen wilden, lustigen, ausgelassenen und prallen Lebens nicht in das meine getreten, so wäre aus mir ein bärbeißiges, unrettbar an die Misanthropie verlorenes Reptil geworden, welches keinem Menschen traut. In all diesen Jahrzehnten wusste sie mich immer und immer wieder zu bezaubern und mitzureißen.

    Wir haben tolle und sorgenfreie Zeiten miteinander verlebt und leider auch viele dunkle, manchmal arg schwarze Stunden Seite an Seite durchgestanden. Todesfälle, finanzielle Schieflagen, Krankheiten, Unfälle säumten unseren Lebensweg.
    Aber auch grenzenlos glückliche Stunden.
    Wann immer es dahingelangte, ich fand in ihr Stütze, Halt, Rat, Hilfe und Zärtlichkeit. Sie war es, die an meinem Krankenbett saß, sie war es immer, die mich ausgehalten hat und ich bin kein ganz einfacher Mensch. Sie konnte immer Gegenfeuer legen, mir Contra und die Stirn bieten. Nie wurde ein derart riesiges und bösartiges Nilkrokodil so überzeugend gezähmt wie ich von ihr.

    Sie ist ein absolutes Traumweib; in unseren ersten Jahren (!) konnte ich kaum fassen, eine so wunderbare Frau an meiner Seite zu haben. Ich hatte irgendwie permanent das Bedürfnis, irgendwelchen Männern auf die Schulter zu tippen und zuzuraunen: "Sehen Sie diese tolle Frau da? Da vorne die? Die Blondine mit den aufregenden Kurven? Ha! Das ist meine! Verstehen Sie? Meine!"

    Nun ist sie ebenso krank wie tapfer.
    Ich gehöre an ihre Seite - und deshalb weniger ins blog.

  • Japan - und die Wale

    Nun ist es amtlich - wenn auch möglicherweise nicht letztendlich hilfreich: der Internationale Gerichtshof in Den Haag hat seine Entscheidung zum Walfang im Streit mit Japan verkündet, die von dort vorgelegten Unterlagen nicht akzeptiert und dem Land Jagd auf die Wale verboten.

    Somit zählt als Land meiner Kenntnis nach nur noch Norwegen zu den Nationen, die einerseits das UN-Abkommen über das Walfangverbot nie unterschrieben haben und demzufolge auch nicht daran gebunden sind und andererseits gibt es mit den Innuit auch nur noch ganz wenige Völker oder Gemeinschaften auf der Welt, denen die Jagd aus historischen und kulturellen Gründen (noch) zugestanden ist und sich auf wenige Exemplare beschränkt, die mit offizieller Genehmigung erlegt werden dürfen.

    Aber eben in den geschilderten Ausnahmen liegt die Verunsicherung begründet, die mich angesichts dieses UN-Urteils umtreibt: ganz ohne Zweifel hat Japan eine wohl mittlerweile nahezu jahrtausendealte Geschichte, die aus naheliegenden wie oft auch zwingenden Gründen Walfleisch auf den Speisezettel geschrieben hatte.
    Wir dürfen nicht vergessen, dass die Erfindung stickstoff- wie phosphatreicher Dünger zur beinah hemmungslosen Steigerung aller landwirtschaftlichen Erträge nur gut hundert Jahre zurückliegt und wir dürfen auch nicht vergessen, dass Japan ein mit landwirtschaftlichen Flächen nicht überreich gesegneter Inselstaat ist. Die Endlichkeit der nutzbaren Fläche, der Anstieg der Bevölkerungszahl machte intensiven Fischfang samt Waljagd zur Ernährung der japanischen Bevölkerung nahezu unverzichtbar.

    Und um der Wahrheit Ehre anzutun, hat der Schutz der Wale auf der Welt zwischenzeitlich beinah spirituellen Charakter angenommen und erhebt die Tiere weit über jedes vernünftige Maß und über fast alle anderen Tiere hinaus in Bereiche, die bald bizarr wirken.
    Während wir anerkannt hochsensible, sehr intelligente und sehr soziale Schweine zu hunderttausenden würdelos und brutal schlachten, lauschen wir wie verzückt aufgenommenen Walgesängen und dazu verspeisen wir Lachs, der in Großproduktionsanlagen und vermittels großer Medikamentenmengen zu irrwitzigen Gewichten gemästet werden.

    Die Gruppierungen "Sea Shepherd" und viele andere sahen sich in den letzten Jahren im Krieg mit Japan; nicht selten kam es zu brandgefährlichen Zwischenfällen und man mühte sich redlich, sich gegenseitig mithilfe von Sprengsätzen und hochbrisanten Steuermanövern aus dem Gefecht zu werfen.
    Das zeigt, dass der angeblich ach so "zivilisierten" Welt kein Brückenschlag zu nüchtern-objektivem Denken mehr gelingt; jede dieser oder ähnlicher Diskussionen wird nach Kräften emotionalisiert, einseitig wie nachhaltig befrachtet und destruktive Aggressionen werden regelrecht gezüchtet.

    Den Japanern wäre meiner Meinung nach ein geringes, gesichtswahrendes wie kulturell bestens zu begründendes Kontingent an Walen zuzusprechen. Dem Land müsste, solange sich der Rest der Welt ebenfalls zahlenmäßig wie qualitativ entsetzlicher wie häufig ekelerregender Tierqual schuldig macht, die Jagd auf eine geringe Zahl nicht gefährdeteter Walarten zugesprochen werden.

    Wer jetzt entsetzt aufheult, den habe ich erwischt.

    Denn ein solcher Heuler tröstet sich mit Frikadellen und Schnitzel - ohne dass er sich um das Tier auch nur im Ansatz bekümmert hat, welches ihm diesen Genuss unter Einsatz seines kurzen wie qualvollen Lebens ermöglicht hat.

    Ein solcher Heuler müsste stutzen, wenn ihm ein Muslim erklären würde, dass er widerwärtig sei, weil er sowas wie Schwein überhaupt auf seinem Speisezettel duldet. Er würde mit Krieg drohen, würde man ihm sein Schnitzel zum Wohl aller Schweine verbieten und ihm mit Gerichtsverfahren vor der UN drohen wollen.
    Niemand würde mir erklären können, weshalb das Leid eines Schweines, welches bereits verkrüppelt geboren wurde (Zucht- wie Mastschweine sind, die wenigsten wissen es, in der Freiheit lebensunfähig), auf sogenannten "Spaltböden" ein dreckiges, stinkendes und weiter verkrüppelndes Leben führen muss, weniger wert sein solle wie das eines Wales, der wenigstens bis zu seinem Tode in Freiheit gelebt hatte.
    Aber Filme von Waljagden warten eben mit sehr viel mehr spektakulären Blutmengen auf und die vielen, vielen Dokumentationen über die Sanftheit der Meeresriesen gestalten uns ihren Todeskampf ganz wesentlich belastender und verstörender als das tausendfache Sterben von Schweinen hinter den verschlossenen Toren von Großschlachtereien.

    Mit Objektivität haben weder das globale Interesse noch die harschen Kämpfe gegen die Walfangschiffe irgendetwas zu tun.
    Ein qualitativer Unterschied zwischen dem Tod eines Minkwales oder eines Schweines besteht nicht.
    Sowohl der Meeres- als auch der Stallsäuger sind soziale, empathisch empfindende und intelligente Wesen; jedes von ihnen ist ein Individuum mit individuellen Emotionen und Empfindungen - ich würde jetzt nicht verstehen können, was den Tod eines Schweines "besser", „akzeptabler“, „moralisch höherwertiger“ macht als den eines Wals.
    Seit vielen Jahren bereits haben sich sehr viele Walpopulationen stabilisiert; nachdem die industrielle wie verzichtbare Jagd weltweit eingestellt ist und kein Markt noch Produkte aus Walen benötigt, die nicht längst qualitativ besser und erheblich kostengünstiger aus anderen Stoffen hergestellt werden, finden wir wieder viele Wale in ansehnlichen Stückzahlen.

    Ein weiterer Grund macht mir Sorge, dass hier mit Japan in der Weltöffentlichkeit zumindest moralisch nicht richtig umgegangen wird: wenn uns, also allen anderen Nationen auf der Welt doch das Wohlergehen speziell von Walen so sehr am Herzen liegt, weshalb existieren dann nicht längst Bau- und Konstruktionsvorschriften für allerlei Wassergefährte zur Lärmminimierung in den Meeren - denn es ist bekanntermaßen der Lärm unserer Containerschiffe, die Sonarschreierei von U-Booten, welche für Verirrungen, Massenstrandungen, Verletzungen und Qualen im Organismus eines Wales verantwortlich sind.
    Die Wale, die in den Ozeanen still und leise daran sterben, liefern keine eindrucksvollen Bilder.

    Andrea Nahles hat im Bundestag zum Spott auf Merkel das Pippi-Langstrumpf-Lied gesungen: " .... wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt .... " und so ist es auch in Bezug auf Walfang und Japan.

    Wir halten es ganz allgemein so mit allem, was uns irgendwie nicht passt, uns den Spaß verdirbt oder ungeliebte (Kopf-) Arbeit aufzwingen will: wir nehmen ganz gern einfach die Abkürzung und sprechen Schuldzuweisungen parallel zu verletzenden Angriffen gegen die Werte und Wichtigkeiten anderer aus.
    Das ist einfacher.
    Deshalb geraten viele in Zorn, wenn man sie ob ihrer leidenschaftlichen Tirade gegen die "zurückgebliebenen, brutalen Walmörder" leise fragt, warum sie selbst "zurückgebliebene, brutale Schweinemörder" sein wollen. Sie sind ertappt, sie erkennen urplötzlich, dass ihr triviales wie bequemes Gedankengebäude scheppernd in sich zusammenbricht und sie sind zornig, weil sie die Leichtigkeit, die Bequemlichkeit spüren, die ihnen damit genommen wird und die sie lange gepflegt hatten. Sie werden wütend, weil andere plötzlich das gleiche Recht auf die Tötung sensibler wie intelligenter Wesen für sich reklamieren und sie bemühen sich oft verzweifelt, häufig aggressiv, ihre Sicht auf die Dinge doch noch zu retten - weil sie auf ihr Schnitzel nicht verzichten wollen und glauben, sie hätten ein Recht darauf.

    Die Jagd auf Delphine hingegen muss tatsächlich verboten werden - denn meines Wissens nach ist diese weder kulturell noch historisch, sondern ausschließlich wirtschaftlich zu begründen, da die Fischer Konkurrenz auf dem Meer fürchten. 

    Solange sich die ganze Welt großtechnisch und industriell an Tieren vergeht und der Konsument genau dies wegen tiefer Preise auch so will - solange hat diese Welt kein Recht darauf, Japan den Walfang zu verbieten!
    Kümmert Euch um das Wohlergehen Eurer Schweine - dann halte ich auch die Leine, wenn Ihr in Eure Einsatzboote steigt, um Walfangschiffen die Jagd zu verderben!

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