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  • Israel - extremistische, kranke Schreierei

    Mir will wahrhaftig nicht in den Kopf, aus welchen Gründen nach dem Anschlag auf die Synagoge in jüngster Vergangenheit erst jetzt die Idee aufkommen konnte, es handele sich hier mittlerweile um einen "Glaubenskrieg".

    Ich erinnere einmal kurz an Baruch Goldstein.
    Am 25. Februar 1994 eröffnete er in der Höhle Machpela das Feuer auf betende Muslime und erschoss 29 von ihnen.

    Wir müssen uns allerdings, um die Frage nach extremistischen Juden in Israel besser beantworten bzw. ihren Einfluss auf die Tagespolitik besser einschätzen zu können, ein wenig um die Zusammensetzung der Regierung allgemein und den Likud-Block Netanjahus kümmern, der ja die Regierung zusammen mit der Shas-Partei bildet.

    Bleiben wir kurz bei dem für Netanjahus unverzichtbaren Koalitionspartner Shas: ihr gehörte der Rabbi Ovadia Josef an, der einmal der Oberrabbiner Israels und somit die wohl höchste, religiöse Autorität Israels gewesen ist. Ovadia Josef hielt es nicht unbedingt mit "Friedfertigkeit", in seiner wöchentlichen Rede, damals anlässlich der Verhandlungen zwischen Palästinensern und Israelis in den USA, sagte er:

    „All diese üblen Leute sollten aus dieser Welt verschwinden … Gott sollte sie mit der Pest schlagen, sie und diese Palästinenser.“

    Ovadias Sohn, Yaakov, ist der Leiter der Hazon Yaakov Yeshiva in Jerusalem und ein früheres Mitglied der Knesset. Und Yaakov tritt zusammen mit Rabbi Dov Lior, dem Leiter der Shavei-Hevron Yeshiva von Kiryat Arba, für das Werk "Torat Ha'Melech" (Übers.: "Das Buch der Könige") ein, dessen Veröffentlichung in Israel für nicht wenig Aufruhr sorgte und aus der Feder von Rabbi Rabbi Yitzhak Shapira stammt.

    In den Personalien müssen wir ein wenig langsamer werden, weil es verwickelt zu werden droht und dennoch gleichzeitig ungeheuer wichtig ist - insbesondere, da wir hier über massive Einflüsse auf die Regierung Netanjahus reden, der ohne diese radikal-extremistischen Schreihälse nicht regieren kann.

    Also: Rabbi Dov Lior; er bringt uns zurück zu Baruch Goldstein, dem Attentäter, dem 29 Menschen zum Opfer fielen und der darüberhinaus weitere 150 zum Teil schwer verletzte, bevor er selbst erschossen wurde.
    Goldstein war ein Nachbar von Dov Lior. Dieser setzte durch, dass Goldstein mitten in der Siedlung Kiryat Arba in einem prachtvollen Sarkophag öffentlich beigesetzt wurde. Lior feierte bei der Beisetzungsfeierlichkeit Goldsteins Tat, die "Gottes Name geheiligt" habe und rühmte den feigen Attentäter als "Gerechten".

    Da Israel in diesen Dingen ausschließlich nur (Welt-) Öffentlichkeit fürchtet und diese Beisetzungsfeierlichkeiten Aufmerksamkeit erregt hatten, musste Lior von den nächsten Wahlen zur Oberrabbinerschaft Israels ausgeschlossen werden. Das aber hinderte den Oberrabbiner der IDF, Brigadier General Avichai Ronski, nicht daran, am Ende eines Ausflugs von Offizieren den Tag mit einem Treffen mit Lior zu beenden, damit dieser Gelegenheit erhalte, die Offiziere seine Sicht der Dinge zu lehren.

    Wichtig in diesem Zusammenhang ist die deutlich anzumerkende Information, dass es Netanjahu geflissentlich unterlassen hat, Lior oder einen der anderen, sehr populären wie extremistischen Rabbiner öffentlich zu kritisieren.

    Befassen wir uns mit dem Buch, der "Torat Ha'Melech", welches auf seltsame Weise die extremistischen und kranken Schreihälse Lior, Schapira und Josef, die sich "Rabbiner" nennen und doch nur Verrückte sind, miteinander verbindet.

    Das "Buch der Könige" beinhaltet klare Anweisungen, soviele Nichtjuden zu töten, wie nur irgend möglich erscheint. Wortwörtlich inbegriffen sind auch Tötungen von Kindern und Babies, da sie, den Wahnideen der Genannten folgend, später wegen der Eliminierung ihrer Eltern Feinde der Juden werden - oder auch nur werden könnten.

    Wörtliches Zitat aus den entsprechenden Einlassungen von Shapira:

    ‚Das Töten von Babys ist gerechtfertigt, wenn es klar ist, dass sie als Erwachsene uns Leid antun. In solch einer Situation kann ihnen absichtlich Leid zugefügt werden, nicht nur während eines Kampfes mit Erwachsenen.’

    Wir bemerken: Babies kann Leid zugefügt werden - und eben nicht nur die Tötung drohen. Das bedeutet unmissverständlich, dass Babies selbstverständlich auch gefoltert werden dürfen, wenn dies dem Erreichen eines (natürlich jüdischen) Zieles dient.

    Wir erkennen in diesem rassistisch übergeschnappten Wahn, der, wie zu zeigen war, leider nicht nur wenige Individuen, sondern prominente, religiöse Führer ergreift, auf Israels Straßen ungeheuer populär ist.

    Bis heute hat sich Netanjahu weder zur "Torat Ha'Melech", noch zu den verrückten Rabbinern geäußert, geschweige denn zu einer Kritik hinreißen lassen. Das ist ihm auch nicht möglich, denn einerseits diktiert ihm der kleinere Koalitionspartner, die Shas-Partei in der Knesset weite Teile seiner kriegerischen und hysterischen Politik und somit hängt er als Premier-Minister absolut von ihm ab, andererseits steht zu befürchten, dass er die Meinung und die Ansichten der Extremisten absolut teilt.
    Es wäre ein außenpolitisch bedeutsamer Akt für jeden Staat, Netanjahu öffentlich zu einer klaren und unmissverständlichen Stellungnahme zur "Torat Ha'Melech" zu zwingen. Er würde kaum weitere fünf Minuten im Amt bleiben.

    Diese Meinung wird zur Gewissheit wenn man bedenkt, dass alle drei, Josef, Lior und Shapira wegen Aufwiegelei von der Polizei vorgeladen worden sind. Mit Ausnahme Shapiras, der tatsächlich kurzzeitig in Haft war, gingen die anderen Genannten einfach nicht hin - und die israelische Justiz "vergaß" auf wundersame Weise den ganzen Skandal, was die Extremisten zu Hohngelächter reizte.

    Etwas später darauf wurde eine ad-hoc-Konferenz von 250 (!) Rabbinern in Jerusalems Ramada Renaissance Hotel abgehalten. Jeder einzelne von ihnen wendete sich in einer Rede gegen eine Untersuchung des "Buches der Könige", was einer breit angelegten Akzeptanz gleichkommt. Die Veranstaltung endete in Rufen nach Mord nicht nur an Nichtjuden, sondern sogar auch an säkularen Juden.

    Die Herabwürdigung aller "Gojim", also Nichtjuden, in dem "Buch der Könige" schreibt sich als zentraler Gedanke in die Rhetorik vieler Mitglieder der Knesset und Netanjahus Regierung fort.
    So spricht Ayelet Shaked von "Schlangen", wenn sie palästinensische Kinder meint und empfiehlt, man möge neben den "Schlangen" auch bitte sofort die "Mütter der Schlangen" miterschlagen. Der Stellvertretende Sprecher der Knesset, Moshe Feiglin, erleidet während des Gaza-Massakers öffentlich feuchte Träume und fordert auf seinem Facebook-Account ganz offen, die israelische Armee sollte doch bitte die Gelegenheit wahrnehmen und die gesamte, arabische Bevölkerung des Gaza-Streifens gewaltsam über die Grenze nach Ägypten karren. Wer sich weigert, möge bitte an Ort und Stelle erschossen werden.

    (All dies sind sehr sauber recherchierte Fakten; auf noch viel entsetzlichere, jedoch nicht hundertprozentig verifizierbare Verdachtsmomente und Vermutungen verzichte ich bewusst. Mir muss auch niemand glauben; ich habe genug Namen und Fakten genannt, die mit nur wenigen Klicks über absolut vertrauenswürdige Quellen zu überprüfen sind!)

  • Israel - Durst gegen Recht, der israelische Wasserkrieg

    Bomben, Gewehre und Raketen haben gewaltige Nachteile: sie sind laut und geben hässliche Bilder.

    Seit Jahrzehnten setzt Israel auf eine Balance gewaltiger Lautstärke durch großangelegte Vernichtungsaktionen und nebenbei auf die im Grunde wesentlich "leistungsstärkere", aber sehr leise Waffe: Wasser.

    Mal ein paar Fakten:

    (Zitate: www.wasserraub.de)

    Seit Beginn seiner Militärbesatzung hat Israel sämtliche Wasserressourcen unter seine exklusive Kontrolle gestellt – durch Miltärerlasse, sogenannte Military Orders (MO 92, Aug/67; MO 158 Nov/67). Palästineser brauchen danach für jegliche Arbeiten im Wasserbereich Erlaubnisscheine (permits), die ihnen jedoch regelmäßig verweigert werden:

    Mit diesen "Permits" betreibt Israel allerdings eine menschenverachtende, menschenrechtsverletzende Politik. Palästinensern soll hiermit der Zugang zu Wasser nahezu unmöglich gemacht werden, während gleichzeitig in den illegalen, israelischen "Siedlungen" eine ungeheure Wasserverschwendung zur Schau gestellt wird. Über den chronischen Mangel erhofft man sich neben den beständigen, bewaffneten und allgemein gewalttätigen Übergriffen offenbar einen weiteren, psychologisch zermürbenden Effekt, der Palästinenser langfristig zur Aufgabe zwingen soll.

    So ist die Zahl der seit 1967 bis zu den Oslo-Abkommen 1993/1995 gebohrten neuen palästinensischen Brunnen im größten, produktivsten und frischesten Grundwasserbecken, dem sogenannten Westlichen Aquifer exakt null und seit Oslo-II wiederum null.

    Palästinensern wird also die Bohrung von Brunnen auf ihrem eigenen Staatsgebiet verboten - während gleichzeitig in den israelischen "Siedlungen" Wasser verschwendet wird, meldet die "SZ":

    In der [illegalen, israelischen d. Verf.] Siedlung Har Adar werden die grünen Wiesen selbst bei großer Hitze mit Wasser gesprengt und staubige Autos gewaschen.

    Ich habe bereits Berichte gelesen, nach denen in diesen "Siedlungen" absichtsvoll Swimming-Pools gebaut und natürlich befüllt werden, die von ihren palästinensischen Nachbarn bestens einsehbar sind, die ihr Wasser für Wucherpreise von privaten Anbietern kaufen müssen.

    Die zwei palästinensischen Kleinstädte und die jüdische Siedlung werden aus demselben Wasserreservoir versorgt. Für die ungerechte Verteilung ist die israelische Wassergesellschaft Mekorot verantwortlich. Der Monopolist liefert den 50.000 Bewohnern von Bidu und Katana nur die Hälfte des Wassers, das sie brauchen; den Rest müssen die Palästinenser von privaten Anbietern kaufen. Besonders in den heißen Sommermonaten spielt sich nun täglich ein Kampf ums Wasser in Bidu und Katana ab. Wenn die Tanklaster mit Frischwasser eintreffen, rennen Kinder, Frauen und alte Männer mit Eimern, Töpfen und Kanistern auf die Lieferanten zu.

    Israel aber belässt es nicht dabei, bautechnisch für ein Ungleichgewicht zu sorgen - es verschärft den Mangel planvoll durch Zerstörung von Infrastruktur:

    So zerstört Israel sogar inzwischen routinemäßig alte Regensammelzisternen, da diese nach geltendem Militärrecht (Hydro-Apartheidsrecht) als illegal betrachtet werden.

    Damit fährt Israel eine zweigleisige Politik: die Trinkwassergewinnung aus dem Jordan wird exklusiv den "Siedlungen" für Swimming-Pools etwa zur Verfügung gestellt und gleichzeitig wird Palästinensern die Wassergewinnung "vor Ort" durch aufgefangenen Regen etwa entzogen.
    Hierbei aber legt die israelische Führung eben durch die planvoll zur Schau gestellte Wasserverschwendung ihrer "Siedler" Wert auf die Darstellung ihrer ultimativen Macht.

    Der beste Beweis liegt in der Tatsache, dass die "Siedler" selbst keinen Einfluss auf ihre eigene Wasserversorgung nehmen oder haben. Der dramatische Wassermangel für die Palästinenser folgt einer exakten Planung des Staates selbst; insofern wäre falsch annehmen zu wollen, dass hier nur ein paar vereinzelte, möglicherweise extremistische "Siedler" mit der Wasserwaffe auf eigene Faust handeln.

    Die Siedler selbst kontrollieren keinen Tropfen - das ist alles der israelische Staat selbst (Mekorot als staatliche Wasserfirma und die militärische Civil Administration als staatlicher Arm der Armee). Jedes settlement, jeder "illegale" Outpost wird von Mekorot versorgt.

    Somit werden selbst die "Siedler", die angesichts des dramatischen Ungleichgewichts in der Versorgung in ihrer Überzeugung "einknicken" und daran etwas verändern würden, gegen ihren Willen zur politischen Waffe. Ob sie es überhaupt in der Fülle verbrauchen oder haben wollten, ist unerheblich - es wird ihnen vom Staat aus dem Boden Palästinas beinahe zwangsweise zur Verfügung gestellt.

    Selbst israelischen Organisationen wie Betselem etwa geht dieser Menschenrechtsbruch viel zu weit:

    Die israelische Menschenrechtsorganisation Betselem hat am Dienstag [Mai 2010] einen Bericht veröffentlicht, der Israel Wasserdiebstahl vorwirft. Der Wassermangel in dem von Israel 1967 eroberten und seitdem mit 280.000 jüdischen Siedlern bevölkerten Gebiet habe "schwerwiegende Folgen" für die dort lebenden zwei Millionen Palästinenser.

    Unerheblich - bis heute hat es keine Veränderung an dieser Situation gegeben.

    Noch ein paar eindrucksvolle Zahlen zur "Wasserwaffe Israels":

    Nach einer Untersuchung von Betselem stehen den Palästinensern im Westjordanland täglich nur 60 Liter Trinkwasser zur Verfügung, in manchen regenarmen Gebieten im Norden sogar nur 30 Liter. Die jüdischen Siedler dagegen konsumierten bis zu 330 Liter täglich. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schreibt eine Mindestfrischwasser-Menge von 100 Litern vor.

    Wir dürfen unter keinen Umständen dabei aus dem Auge verlieren, dass wir hier von illegalen "Siedlungen" Israels auf einem Gebiet reden, auf welches sie kein wie auch immer geartetes Recht haben. Sie leben dort als geradezu bösartige Besatzer, die den rechtmäßigen Eigentümern des Landes buchstäblich das Wasser abgraben. Es wäre weit mehr als nur naiv zu glauben, dahinter verstecke sich etwas anderes als der Plan, die Palästinenser über diesen Weg tatsächlich ausrotten zu wollen.

    Denn diese Politik korrespondiert zu hundert Prozent mit dem, was Rafael Eitan, Personalchef der israelischen Armee, 1983 gesagt hatte:

    "Wir erklären offen, dass die Araber kein Recht darauf haben, auf auch nur einem Zentimeter von 'Erez Israel' zu siedeln. Gewalt ist alles was sie jetzt oder später verstehen. Wir müssen die ultimative Gewalt anwenden, bis die Palästinenser auf allen vieren zu uns gekrochen kommen."

    Jüdische Extremisten verstehen unter "Erez Israel" das gesamte Gebiet - natürlich einschließlich Gaza-Streifen und Westjordanland. Wie seinerzeit die Nazis in Bezug auf Polen etwa, so glauben auch diese Kranken, ihnen wäre angeblich dieses ganze Gebiet zugesprochen und sie hätten ein Recht darauf, dort als bevorrechtigte Rasse zu herrschen.

    Der Bezug auf Hitler hat einen erschreckenden Bezug:

    (Zitat: Martin Buber, jüdischer Religionsphilosoph, am 02.06.1958 im "Jewisch Newsletter")

    ... But the majority of the Jewish people preferred to learn from Hitler rather than from
    us. Hitler showed them that history does not go the way of the spirit but the
    way of power, and if a people is powerful enough, it can kill with impunity
    as many millions of another people as it wants to kill.

    (Übers.: "Die Mehrheit der jüdischen Menschen zogen es vor, eher von Hitler als von uns zu lernen. Hitler zeigte ihnen, dass die Geschichte nicht den Weg des Geistes, sondern der Macht geht. Und wenn ein Volk ausreichend machtvoll ist, kann es ungestraft so viele Millionen anderer Menschen töten wie es will.")

    .... Und Israel folgt genau Bubers Gedanken und geht den Weg faschistischer und rassistisch verblendeter, gewaltvoller Machtausübung. Es folgt Hitler im Bestreben, einen "ethnisch gesäuberten" Raum zu schaffen, um verrückten, religiösen Wahnideen den Weg zu bereiten.

  • Israel - Vergewaltigung palästinensischer Frauen als strategisches Element

    Der rassistische, faschistische Kampf der extremistischen Kräfte in Israel, also der gesamten Regierung nebst großer Teile der israelischen Bevölkerung, reduziert sich bei weitem nicht auf Angriffe der kampfbereiten Männer unter den Arabern im Allgemeinen und der Palästinenser im Speziellen.

    Seit vielen Jahren -und eben nicht erst jetzt in Form der Häuserabrisse!- setzt die israelische Regierung konkret auf die Traumatisierung von Kindern und Frauen als Form von Sippenhaft.
    Wie selbst israelische Soldaten bezeugen, werden gerade Kinder gezielt missbraucht und gequält; vermutlich will man über sie die Eltern erreichen und zur totalen Aufgabe aller Rechte und Forderungen bringen.

    Eine der wohl widerwärtigsten Aktionen in dieser Richtung stammt von dem Israeli Mordechai Kedar, Literaturwissenschaftler an der Universität Bar-Ilan in Tel Aviv. Er identifiziert den Unterschied zwischen Israelis und Araber darin, dass Israelis eine Kultur der "Schuld" und Araber eine solche der "Ehre und Schande" habe und empfiehlt:

    (Zitat: Wikipedia)

    "The only way to force terrorists to think twice about their actions is the threat of the rape of their sisters and mothers."

    (Übers.: "Der einzige Weg, Terroristen dazu zu bringen, ein zweites Mal über ihre Aktionen nachzudenken ist die Bedrohung, ihre Schwester und Mütter zu vergewaltigen.")

    Nun könnte man, gäbe es nicht zahllose Beweise für das Faktum, dass israelische "Sicherheits-" Behörden genau diese Empfehlung wortgetreu beherzigen, behaupten oder denken, es habe sich hier nur um eine rein philosophische Überlegung gehandelt.
    Dagegen aber, wie gesagt, steht die Erfahrung, dass israelische Kräfte gezielt mit diesem "Stilmittel" operieren - und absichtsvoll reihenweise vergewaltigen, belästigen und schänden.

    Israelische Angriffe erhalten demzufolge im Vorfeld bereits in krankhafter Weise sexualisierte Unterstützung. Beim letzten Gaza-Massaker erhielt selbst Netanjahu Post mit einem vieltausendfach in Israel kursierenden Cartoon, der eine verschleierte, aber von der Taille abwärts nackte Frau zeigt. Sie hält ein Schild, auf dem steht:

    Bibi, finish inside this time!

    In einem weiteren Fall veröffentlichte eine junge, jüdische Frau bei Facebook:

    “What an orgasm to see the Israeli Defense Forces bomb buildings in Gaza with children and families at the same time. Boom boom!"

    Hier zeigt sich die Perversion derer, die an eine angebliche "Bevorrechtigung" glauben, durch welche das Land zur Gänze ihnen unterstehe und die alle, die nicht an einer derartigen "Bevorrechtigung" etwa aufgrund ihrer Herkunft teilhaben, prinzipiell antastbar sind. Die Begrifflichkeit, nach welcher Menschen etwa "inherently violable", also generell wie grenzenlos verfüg- und antastbar sein können, tauchte zunächst in den USA auf und fand Anwendung für die Entdeckung, dass bereits weiße Siedler die Frauen der Ureinwohner als eben "nicht bevorrechtigt" oder als "zu nichts berechtigt" betrachteten - und nach Gutdünken versklavten, töteten oder eben vergewaltigten.

    In Israel tritt zu der Idee, die extremistischen Juden in den illegalen "Siedlungen" seien etwa durch irgendwelche religiöse Anwandlungen gegenüber der alteingesessenen, palästinensischen Bevölkerung "generell bevorrechtigt" nun auch noch additiv die Vorstellung hinzu, dass fortgesetzte Vergewaltigungen und Schändungen von palästinensischen Frauen und Mädchen auch als psychologische Kriegsführung zumindest langfristig zu einer vollständigen Demoralisierung widerstandsbereiter Palästinenser führen könnte.
    Offenbar verspricht sich die israelische Führung speziell vom Missbrauch palästinensischer Frauen einen wichtigen, strategischen Vorteil.

    Beim Deir Yassin-Massaker in 1948 setzten israelische Truppen das Mittel der speziell bestialischen Tötung von Frauen ungefähr in der gleichen Art ein, wie es ihnen deutsche Truppen bei ihrem Überfall auf Russland vorgemacht hatten: sie stellten Frauen zusammen und erschossen sie. Eine Zeugin sagte aus, dass ihre schwangere Schwester vor ihren Augen mit einem Genickschuss getötet, vermittels eines Messers der Bauch geöffnet und das Baby herausgerissen worden war. Als sich eine andere Frau um das Baby bemühte, wurde sie ebenfalls erschossen und in die vorbereitete Grube gestoßen.

    Hier ein (weiterführender) Link, der die Materie sinnvoll, allerdings bis hart an die Übelkreitsgrenze, ergänzt:
    http://www.jadaliyya.com/pages/index/19992/sexual-violence-women%E2%80%99s-bodies-and-israeli-settler

    Im (eigentlich vertraulich) von Yisrael Koenig erstellten Memorandum von 1976, welches als "The Koenig Memorandum" traurige Geschichte geschrieben hat, empfiehlt Koenig der israelischen Regierung wortwörtlich drakonische und rassistische Stilmittel für die künftige Politik - nicht von ungefähr erkennt man hier weit mehr als nur Grundzüge Netanjahu'scher Tagespolitik wieder.

    Ein Zitat:

    "Wir müssten Terror, Attentate, Einschüchterung, Landkonfiskation und die Trennung von allen sozialen Services nutzen, um Galiläa von seiner arabischen Bevölkerung zu säubern."

    In der Tat geschieht dies ja auch tagtäglich; die Ansiedelung extremistischer Juden im Westjordanland garantiert eine endlose Aneinanderreihung brutaler und brutalster Übergriffe auf die angestammte Bevölkerung, die oben beschriebene Vergewaltigung und reihenweiser Missbrauch von Kindern inbegriffen.

    Dieser Bericht scheint mehr als notwendig, um ein mediales Gegengewicht gegen die Lügen und Nebelkerzen zu bilden, die beständig von der israelischen Regierung in die Welt emittiert werden um den Horror der eigenen Verbrechen zu überdecken - und ungeschehen erscheinen zu lassen.
    Hier erhebt sich in der Tat die Frage, ob nach Netanjahu nicht nur palästinensiche Attentäter, sondern auch hochrangige, israelische Politiker wie er selbst etwa als "Tiere" zu bezeichnen und betrachten sind.

  • "IS" - Weitere Angriffe in weiteren Ländern: jetzt Libyen

    Fast sind es "Breaking News":

    Der "IS" hat mit einem massiven Angriff auf die Stadt Derna in Libyen begonnen.

    Arabische Presse zitiert den US-amerikanischen Sender CNN, nach welchem sich dort 800 Kämpfer des "IS" in einem halben Dutzend Camps um Derna herum versammelt und mit der Belagerung der Stadt begonnen haben.
    In den nahegelegenen, "grünen Bergen" sind Trainingsläger für Kämpfer aus Nordafrika errichtet und in Betrieb genommen worden.

    Zur Verdeutlichung, wo sich das neue Angriffsziel des "IS" genau befindet, hier ein Kartenausschnitt:

    Derna Libya

    Wie unschwer erkennbar, befindet sich Derna nicht gar so weit von der ägyptischen Grenze und es dürfte die Führung in Kairo zumindest verunsichern, dass die Extremisten geographisch auf sie zurücken. Zusätzlich Sorge dürfte die Ankündigung des Karnevalfatzkes "Kalif" vom "IS" bereiten, der sich bezüglich dieses Angriffs wie folgt äußert:

    "We give you good news by announcing the expansion of the Islamic State to new lands ... the lands of Al Haramayn [Saudi Arabia], Yemen, Egypt, Libya and Algeria.”

    (Übers.: "Wir geben gute Neuigkeiten, indem wir die Erweiterung des 'Islamischen Staates' in neue Länder ankündigen .... die Länder 'Al Haramayn' [Saudi-Arabien], Jemen, Ägypten, Libyen und Algerien")

    So richtig "gut" sind diese Nachrichten wohl nur für die aufgehetzten, in die Irre gehenden "Kämpfer" des Haufens namens "IS" - alle anderen dürften sich langsam bereits auf die Angriffe durch den "IS" vorbereiten. In der gesamten Region sprießen mittlerweile sympathisierende, extremistische Organisationen wie Pilze aus der Erde (um den Originalton meiner arabischen Quelle zu zitieren); zusätzlich zu den Zuströmen aus allen Teilen der Welt dürften sich innerhalb kurzer Zeit sehr viele Organisationen, Unterorganisationen und vor allem Individuen aus den genannten Ländern auf diese Zeit des (vermutlich ausschließlich) bewaffneten Kampfes vorbereiten.
    Insbesondere Ägypten hat ein schweres Problem mit dieser Androhung; sollte es zu ersten An- und Übergriffen im Land kommen, werden die Kämpfer des "IS" nebst ihrer Sympathisanten schwerpunktmäßig, wie ja bereits auch genau in dieser Form angekündigt, Einrichtungen und Mitglieder der ägyptischen Regierung und der "Sicherheits-" Behörden attackieren.

    Nicht nur die Region, sondern die ganze Welt hat ein schnell aufschießendes, wachsendes Problem mit einem "IS", der seine Tätigkeitsfelder leider höchst gerissen und geschickt multipliziert. Er verankert und vergrößert sich heimlich und im Dunklen wie ein böser Krebstumor, er metasthasiert geradezu.
    Die "Luftangriffsmedizin" der USA und des Westens ist da sehr leicht erkennbar vollkommen untauglich - so wie "Krieg gegen Terror" schon der reinste Schwachsinn war, als man ihn verkündet hatte. Es ist eben idiotisch, einem Patienten ein Skalpell in einen Tumor zu stoßen und dann warten zu wollen, dass er abstirbt.

    Solange die Welt nicht begreift, wo die tatsächlichen Quellen eines "IS" liegen, solange wird deren Terror noch sehr viele tausend Opfer mehr fordern und widerwärtige Bilder liefern, die wir alle schon heute nicht mehr sehen können und wollen.
    Diese Quellen sind nicht mit Waffen, sondern nur mit Waffenstillständen, nicht mit Aggressionen, sondern nur mit Unterstützung und nicht mit schrillen Forderungen, sondern nur gezieltem Nachgeben auszutrocknen.
    Die Leute brauchen keine Kugel in den Kopf, sondern nur etwas zu essen und ein wenig Ruhe, um sich nicht zu radikalisieren und im Gegenteil ihrerseits dem "IS" den Kampf anzusagen.

    Aber weil genau das nicht verstanden, geschweige denn umgesetzt sondern nur auf die Lieferung immer größer werdender Waffenmengen vertraut wird, kann der "IS" neben vielen anderen Terrororganisationen nur wachsen und Macht gewinnen.
    Schon vor vielen Jahren habe ich gesagt: "Jede Kugel, die auf die Menschen in der Region abgefeuert wird, füttert nur den Terror! Nicht zu schießen, verletzt und tötet den Terror."

    Da es aber eine ziemlich große Mengen von (teilweise leider überzeugenden) Indizien dafür gibt, dass der Westen den Terror will, wird man weiterschießen - solange weiterschießen, bis der gesamte, Nahe Osten hell in Flammen steht.

  • Ägypten - Rosetta und Philae haben nichts mit Ägypten zu tun.

    Ach, nein? Haben sie nicht? 8|

    Ist es irgendwie eine fehlerhafte Information, dass Rosetta als ägyptische Stadt und Philae als wunderschöne, märchenhafte ägyptische Tempelinsel in Ägypten liegen?

    Wo war ich denn dann eigentlich diverse Male, wenn ich mit einem Motorbötchen oberhalb von Assuan auf die Felseninsel übersetzte, die zumindest von Ägyptologen "Philae" genannt wird? Woher denn stammt der "Stein von Rosetta", anhand dessen der geniale Franzose Francois Champollion die ägyptischen Hieroglyphen übersetzte?

    Natürlich sind das absichtsvoll zynisch gesetzte rhetorische Fragen - allerdings mit einem eher niederschmetternden Hintergrund:

    Vor Monaten überraschte das ägyptische Militär die (Welt-) Öffentlichkeit mit einem fragwürdigen Apparat, der angeblich HIV würde heilen können. Während sich die globale Forschung schnell naserümpfend abwandte, entstand in Ägypten selbst eine Art Hysterie, ein merkwürdiger Tempeltanz um dieses Gerät.
    Allen wissenschaftlichen Wertungen zum Trotz hielt man seitens des Militärs über einen geraumen Zeitlauf an der Behauptung fest, dass man vermittels dieses Geräts nun HIV würde heilen können.

    Essam Heggy, vormals Berater des Präsidenten in Wissenschaftsfragen, war so ziemlich der Einzige im ganzen Land, der sich gegen das Behauptungs-, ja eigentlich Lügengebäude des Militärs um dieses fragwürdige Gerät gestellt hatte.
    Die Demontageroutine des Militärs war daraufhin angelaufen; durch Befehl der regierenden Soldaten startete eine beispiellose Rufmordkampagne in den gleichgeschalteten Medien. Heggy wurde öffentlich beleidigt, des Verrats bezichtigt und in einer TV-Show ließ man den Moderator gleich empfehlen, Heggy, der außerhalb Ägyptens direkt an der "Rosetta-Kometenmission" beteiligt ist, gar nicht mehr ins Land zurückzulassen.

    Zusammen mit Heggy arbeiten drei weitere, ägyptische Forscher an der "Rosetta-Mission": Ramy al-Meary, 35, Ahmed al-Shafei, 28 und Essam Marouf, 56. Diese vier haben als Ägypter die Ehre erhalten, eine international, menscheitsgeschichtlich wichtige Raumfahrtmission wissenschaftlich zu begleiten; eine Mission, die immerhin mit Namen hoch und höchstrangiger, ägyptischer Orte versehen wurde.

    Ich selbst war tatsächlich ein wenig gerührt, als vor zehn Jahren die Rakete mit der Sonde nebst ihres Landers startete und diese Namen trug, die jeden Ägypter stolz machen müssten.

    Aus Hass auf Heggy aber wurde beinah jede Nachricht von der mehr oder weniger geglückten Mission in Ägypten selbst unterdrückt; wenn überhaupt, so tauchte sie höchstens als Zweizeiler am Rande auf. Die mittlerweile routiniert ablaufenden Schmähkampagnen, die aus normalen Menschen auf der Straße Spitzel und Feinde machen, erreichten Heggy mit voller Wucht - und mit ihm auch sein international hochgerühmtes Projekt und seine Reputation.

    Für die Augen der Ägypter fand die Kometenmission im Grunde gar nicht statt - die Menschen sind darum betrogen worden.

    Verbittert sagte Heggy:

    "Es freut mich und meine Kollegen, diese Leistung, die zu den größten und komplexesten wissenschaftlichen Herausforderungen beitragen können, unserer Jugend zu Hause zu widmen. Aber alle Ambitionen, Hoffnungen und Träume wurden durch Stimmen von Ignoranz und Hass, die einen Tempel für Frustration und eine Festung für Unwissenheit gebaut haben, zerbrochen. Ich frage mich, ob die Sterne am Himmel uns näher sind als die Erde der Heimat."

    Wundervolles, großartiges Ägypten! Man hat Dir Dein Leben, Deine Hoffnung, Deine Zukunft in Blut ersäuft, und nun nimmt man Dir sogar Deine große Geschichte - und die Sterne. :(

  • Israel - ein Freudenfest für jüdische Extremisten hat begonnen!

    Einige Mitglieder der extremistischen Regierungspartei Netanjahus werden nun erleichtert aufatmen weil ihnen bewusst wird, dass das Anstrengendste endlich geschafft ist: nicht nur bedeutende Teile der Palästinenser haben sich unter der nicht nachlassenden Mühe der israelischen Regierung und nach zahlreichen Massakern endlich radikalisiert, sondern nun blickt man zufrieden auch auf den angerichteten Scherbenhaufen, den man eilig mit neuen Provokationen noch zu dramatisch zu vergößern sucht.

    (Zitat: SPIEGEL-Online)

    Es soll als "Botschaft" verstanden werden: Israel will die Familien von palästinensischen Attentätern bestrafen - und zerstört deren Wohnungen. Doch damit dürften sie nur noch mehr Hass schüren.

    Durch die anhaltenden Bemühungen unserer Presse sind uns (ich schrieb schon häufiger darüber!) zahllose mörderische und zerstörerische Über- und Angriffe von extremistischen Juden auf Moscheen, Muslime und harmlose Passanten selten bis nie gemeldet worden und selbst die blutigsten dieser Anschläge waren hier kaum ein oder zwei Zeilen auf einer der hinteren Seiten wert.
    Dabei gibt es diese Übergriffe seit vielen Jahren und sie werden sehr gezielt, sehr bewusst mit der Strategie geführt, die Angegriffenen nachhaltig körperlich oder zumindest seelisch zu zerstören.

    Der SPIEGEL hat in den letzten Tagen dankenswerter- wie löblicherweise auf genau diesen Umstand des häufigeren tatsächlich hingewiesen. Die Wahrheit vollständig zu publizieren, ist zwischenzeitlich nicht mehr nur Einhaltung eines geforderten Standards, sondern wirklich zu einer bemerkenswerten Tat geworden. Vielleicht haben Kritiken wie die meine, die es hundert- oder gar tausendfach in Foren wie eben diesem, meinem blog schon langfristig gibt, dazu geführt, dass die eine oder andere Redaktion möglicherweise zähneknirschend, dennoch aber vollständig berichtet.

    Der Hass brandet seit mindestens zehn Jahren in steigender Ausformung von den israelischen, häufig extremistisch-jüdischen "Siedlungen" im Westjordanland gegen muslimische Einrichtungen jeder Art und gegen Menschen persönlich. Erst jetzt von einem "Glaubenskrieg" zu reden, ist seit langem schon eine Verzerrung von Tatsachen.

    Die Extremisten Netanjahu, Feiglin, Shaked und andere, die der israelischen Regierungspartei (!) angehören, gerieren sich wie besonders dreiste, freche und kreischerische Nazis - nur mit dem Unterschied, dass Deutschland solche wenigstens bisher noch aus unserem Bundestag heraushalten konnte. In Israel hat der Wahnsinn lange schon Methode: es gibt in der Regierung kaum noch Widerstand gegen selbst verrückteste Wahnideen, extremistische Schreiereien und es gibt auch kaum noch welchen gegen den fanatischen Raubbau an der Demokratie. Zwischenzeitlich werden Muslime und Araber unter selbst dubiosesten Vorwänden und Anklagen aus der Knesset geekelt. Morddrohungen gegen arabische Minister bzw. Parlamentsangehörige sind ebenso an der Tagesordnung wie hässliche Szenen, bei welchen jüdische Extremisten in der Knesset schon mal wutentbrannt Bibeln schänden.

    Der Abriss von Häusern der Attentäter ist von der Sache her völlig sinnlos:

    Israel will weitere Wohnungen zerstören

    2005 hatte eine Untersuchungskommission der israelischen Streitkräfte geurteilt, dass Hauszerstörungen ihren Zweck nicht erfüllten. Im Gegenteil: Anstatt potenzielle Attentäter abzuschrecken, schürten sie nur noch mehr Hass unter den Palästinensern, befand das Gremium. Außerdem hätten die Familien oftmals anschließend Spendengelder bekommen, mit dem sie größere Häuser bauen konnten als zuvor.

    Wenn eine Regierung sehenden Auges etwas anderes, gar gegenteiliges als das unternimmt, was ihr von Expertenseite dringend anempfohlen wird, dann liegt dieser Aktion natürlich ein massives, wenn auch anders gelagertes Interesse zugrunde. Man wird nach kurzem Überlegen schnell auf die Idee kommen, dass die israelische Regierung absichtsvoll weitere Anschläge, Auseinandersetzungen, Straßenschlachten und Schießereien provozieren will.

    Tragisch, ja regelrecht entsetzlich ist die Erkenntnis dahinter, dass Netanjahu damit ganz bewusst das Leben seiner israelischen Bürger riskiert und beinah noch furchtbarer ist die Idee, dass er den Tod gläubiger Juden dabei sogar begrüßt, da er seinen niederen, politischen Endlösungszielen dient.

    Bis auf eine Schießerei durch palästinensische Terroristen in einer jüdischen Schule im Jahre 2008, bei der einige Schüler ums Leben gekommen waren, hat es noch keinen Anschlag auf eine jüdische Einrichtung oder gar Synagoge gegeben - der gestrige Anschlag war ein absolutes Novum.

    Während die Drangsalierungen, Schändungen, Zerstörungen von Moscheen durch extremistische Juden bereits seit vielen Jahren Alltag sind.

  • Israel - die nächste Intifada hat begonnen.

    Zu Beginn mein neues, altes Credo:

    Ich lehne alle Terroranschläge grundsätzlich und immer vollständig ab.

    Begründung: Terroranschläge können nicht zwischen Schuldigen und Unschuldigen und in den seltensten Fällen nur zwischen Kämpfern und Nichtkämpfern differenzieren.

    Daher haben sich die Attentäter von Jerusalem, die in einer Synagoge unterschiedslos auf Menschen eingestochen, -geschlagen und -geschossen haben, nicht nur "einfachen" Mordes vor menschlichem Gesetz, sondern schwerstens gegen ihren Glauben schuldig gemacht.
    Im Übrigen stehe ich damit natürlich auch gegen jeden Staatsterror, wie ihn Israel, die USA und viele Länder Europas initiieren, indem sie unter wahrhaft bizarrsten Behauptungskanonaden überall schießen und foltern (lassen).

    Wundern aber kann und darf man sich über den Anschlag auf die Synagoge in Jerusalem nicht - und wer heute als Politiker "Erschrecken" und "Entsetzen" spielt, ist erwiesenermaßen ein Lügner. Jeder, der sich auch nur ein kleines Bisschen für das Gesamtthema Israel interessiert, musste eine derartige Anschlagsserie längst geahnt, ja beinahe für die Zukunft festgeschrieben haben.

    (Zitat: SPIEGEL-Online)

    In Israel werden rechtsradikale Gruppen immer stärker, die ein noch rücksichtsloseres Vorgehen gegen die Araber fordern und am liebsten alle Palästinenser aus Jerusalem vertreiben würden. Schon jetzt greifen jüdische Siedler fast jeden Tag Moscheen und andere arabische Einrichtungen im Westjordanland und in Jerusalem an.

    Das "Schon jetzt" ist (absichtsvoll?) falsch. Diese Übergriffe, gerade im Westjordanland, sind seit vielen Jahren bereits Alltag. Etliche israelische Soldaten, die die einseitigen Übergriffe durch Extremisten unter den "Siedlern" ebensowenig mit ihrem Gewissen vereinbaren können wie ihren Befehl, diese "Siedler" vor Rache- oder Verteidungsakten zu schützen, veröffentlichen bei der Aktion "Breaking The Silence" einschlägige Berichte. Da ziehen solche "Siedler" schon mal bewaffnet aus ihren Siedlungen in Richtung palästinensische Dörfer aus und feuern wahllos wie gezielt mit scharfen Waffen auf die Bewohner.
    Da ist es schon ein eklatantes Ungleichgewicht gerade in unseren Medien, wenn dieser Anschlag auf die Synagoge in "Breaking News" in Form eines medialen Aufschreis gemeldet wird.

    Die zahllosen Toten unter Palästinensern, die bei derartigen und ähnlichen Anschlägen mit "umgekehrtem Vorzeichen" schon angefallen sind, bleiben unerwähnt.
    Netanjahu verfällt auch nach altbekanntem Muster und wie für einen Extremisten nicht anders zu erwarten, in seine übliche, menschenverachtende und zusammengelogene Rhetorik. Er bezeichnet die Attentäter wieder einmal als "Tiere" - verzichtet jedoch darauf, seine extremistischen Freunde, die seit Jahren viele Palästinenser unter Feuer nehmen, ebenso zu nennen.
    Auch die Israelis, die vor Monaten einen palästinensischen Jungen entführten und bei lebendigem Leibe verbrannt haben, nannte er keineswegs "Tiere". Die Häuser dieser Täter wurden übrigens natürlich nicht abgerissen. Er hat auch die Angehörigen dieser israelischen Täter natürlich auch nicht aus Israel ausgewiesen - die Angehörigen der jetzigen Attentäter hingegen schon.

    Wenn er heute vom "Kampf um Jerusalem" spricht, so bin ich darin mit ihm einig - nur leider auf eine etwas andere Weise. :roll:
    Gegen jedes internationale Recht, gegen jede UN-Resolution, gegen jeden Willen auf der Welt betrachtet er Jerusalem als "Hauptstadt Israels" und als angeblich "ungeteilt". Das ist eine Hitler'sche Rhetorik, die durch 6 Millionen Tote erst revidiert werden musste. Der Blutsäufer Netanjahu will mit dem Kopf durch die Wand und Realitäten erzwingen, herbeischießen. Dafür radikalisiert er sein gesamtes Land, er diskreditiert Israel auf der Welt und würdigt es zu einem hasserfüllten, rasenden, hysterischen und kriegsgierigen Volk herab - ein Schicksal, welches die dort versammelten Juden nicht verdient haben.

    Denn soviel ist glas- und wasserklar und unbestreitbar:

    Ein guter Muslim, der seine Religion kennt, kann kein Judenfeind sein und ein guter Jude, der seinen Glauben kennt, kann kein Islamfeind sein

    Wenn also nun Menschen hingehen und die Auseinandersetzungen in Israel und Palästina als "Glaubenskrieg" hinstellen wollen, so hegen diese zwangsläufig miese, eigene und hasserfüllte Interessen. Denn dies sind die wahren Terroristen, die sich verrückterweise nach Krieg, Tod und Zerstörung sehnen. Wie die Dinge stehen, laufen weitaus mehr davon auf Israels Straßen herum und sitzen in der Knesset als im gesamten Westjordanland oder Gaza-Streifen.

    Ich wiederhole hier sehr gern, wovon ich fest überzeugt bin, was sich im Zentrum meines Glaubens befindet: mir persönlich sind Juden spirituell wesentlich näher als Christen. Juden und Muslime haben die natur- wie gottgegebene Möglichkeit, sich entspannt, selbstverständlich friedlich, heiter und produktiv miteinander in Beziehung zu setzen - und es gibt zahllose Orte in der Welt, an denen genau dies auch der Fall ist.

  • USA - Sind am Ende ....

    In den USA selbst fehlen erstaunlicherweise offenbar sämtliche Netzwerke, mit denen sich Menschen untereinander und gegenseitig wahrnehmen können. Dort existieren mindestens ebenso erstaunlicherweise auch keine "Nachrichten", wie wir sie kennen, ritualisiert haben und auf die wir nicht verzichten wollen. Man hat dort aus dem Begriff "Infotainment" einen Kult gemacht; veröffentlicht und offen diskutiert werden offenbar lediglich Themen, die hier bei uns gerade mal zwei Schluck aus der Tasse beim Kaffeeklatsch aushalten, bevor sie durch wichtige abgelöst werden.

    Deshalb nimmt es auch nicht Wunder, wenn der innere Zustand der USA in Arabien sehr viel besser bekannt ist als im Lande selbst. Schon vor vielen Jahren las ich in nahöstlicher Presse Abhandlungen über (damals) aktuelle, erschreckende Zahlen.
    Weil gerade angesichts der tagesaktuellen, globalen Politik derartige Themen im Westen offenbar als peinlich empfunden werden, widmete man ihnen in der breit angelegten Presse hier kaum eine Zeile.

    Aber nun, da es offenbar belastbare Zahlen und interpretierbare Untersuchungen zum Thema gibt, nun wagt sich zumindest schon mal der SPIEGEL, hierzu zu berichten. Ich zitiere aus SPIEGEL-Online.

    Washington - In den USA sind fast 2,5 Millionen Kinder obdachlos. Die Zahl der minderjährigen ohne eigene Wohnung ist damit so hoch wie nie zuvor, wie aus einem Bericht des National Center on Family Homelessness hervorgeht.

    Die Katze ist mit mindestens zwei Beinen bereits aus dem Sack und stellt uns die Frage: "Wie kann ein Staat, der das Elend auf den eigenen Straßen nicht in den Griff bekommt, Ansprüche auf eine Weltdominanz erheben?"

    Es kommt aber noch viel schlimmer. Sehr viel schlimmer.

    "Ohne entschlossenes Handeln und die Bereitstellung ausreichender Mittel wird die Nation daran scheitern, das Regierungsziel von einem Ende der Familien-Obdachlosigkeit bis 2020 zu erreichen", schreiben die Autoren der Studie. Sie warnen vor einem "dauerhaften Dritte-Welt-Amerika".

    Wer die reine Wahrheit kennt und nennt, fängt sich ebenso schnell wie reflexhaft den Vorwurf des "Antiamerikanismus" ein und steht im Ruch, die eigene Kultur bloß schlecht machen oder reden zu wollen. Dem entgegen stehen Zahlen und Fakten, deren schlichte Erwähnung zu Empörung führen. Schon vor vielen Jahren folgte die nahöstliche Presse beispielsweise Erhebungen aus den USA selbst, die zumindest jede vierte Frau in den USA als Opfer sexueller Gewalt etwa vorfinden.
    Dreißig Prozent der Kinder in New York etwa haben zumindest temporär bereits Hunger gelitten, die meisten von ihnen leben weit jenseits jedes Existenzminimums.
    Voller Scham "ersparte" uns unsere glorreiche, so wunderbar "freie" Presse Bilder von Obdachlosencamps, die im Zuge der Wirtschaftskrise, die ja eine US-Erfindung war, explosionsartig anwuchsen und landesweit hunderttausende Opfer beherbergt. Und die müssen wegen der mangelhaften Unterstützung durch den Staat, tatsächlich Salat- und Gemüsebeete anlegen, damit sie überhaupt zu essen bekommen.
    Dort gibt es Jobs, die bei ähnlichem und nur sehr leicht niedrigerem Preisniveau als hier in Deutschland, gerade einmal 3 Dollar pro Stunde einbringen; man kann sich an einer Hand zusammenrechnen, wozu dies Gehalt reicht.

    Dafür aber leisten sich die USA auf der Weltbühne eine ungeheuer freche, großmäulige und völlig substanzfreie Rhetorik und sie rasseln mit Waffen, für die ihre Bürger in der Tat hungern müssen.

    Was fehlt, ist ein "amerikanischer Frühling". Schon lange bin ich der Meinung, dass sich die USA in ihre Grenzen zurückziehen und ihre Wunden lecken müssen; sie sind eine durch und durch zerfressene, kranke, hysterische Unkultur.
    Das "System USA" hat total versagt. Es hinterlässt auf der Welt hunderttausende Tote, im eigenen Land Millionen Arme und produziert letztlich überall nur Leere, Niedergang, Krieg, Hass, Spaltung und Wut.

    Man fragt sich ernsthaft und aufrichtig, was die USA zu einer massiven Umkehr, oder doch zumindest zu einem Anhalten auf ihrem Wege bringen könnte und kommt nur auf hässliche Ideen, die man nicht umgesetzt sehen möchte. Eine supermassive Umweltkatastrophe etwa, ein explodierendes Atomkraftwerk vielleicht oder ein vernichtender Schlag aus anderer Richtung - nichts davon kann oder darf man sich "erhoffen", weil dies wiederum tausende, hunderttausende Opfer fordern würde.

    Muss es wirklich erst zu blutigen Aufständen kommen, bei denen viele Millionen Bürger wenigen tausenden, die über bizarre Vermögenswerte verfügen, an den Kragen gehen? Was kann die US-Führung noch alles unternehmen, sich erlauben, bevor sich die gequälten und abgehängten, zukunftslosen Menschen dort erheben?
    Wann ist der Punkt erreicht, an welchem endlich die bittere Erkenntnis, dass man mit dem "System USA" am Ende angelangt ist und Hilfe braucht, Tagesthema auf allen Straßen wird?
    Was muss noch passieren?

  • Deutschland ./. Israel - Politsprech als erstickende Schmusedecke

    Nun winden sich die westlichen Staaten, insbesondere die USA und Deutschland, seit vielen Jahren angesichts des mit aller Brutalität durchgezogenen, israelischen Landraubs in diplomatischen Schmerzen.

    Bisher allerdings ist es (noch) gelungen, allerlei Kritik auf den Straßen des Westens mit seltsam verschraubten Erklärungen und eisigem Totschweigen niedrig zu halten.
    Das konnte gerade angesichts der wenigen Möglichkeiten, die Palästina in Bezug auf die Erreichung der Weltöffentlichkeit überhaupt nur hat, noch einigermaßen gelingen. In den letzten Jahren aber zeichnet sich eine Wende ab; bedingt durch diverse Projekte und größerer Mengen modernerer Smartphones überflutet nun eine große Menge von mitgedrehten Videos das Internet, die fraglos schier unglaublich brutale und viele Übergriffe israelischen Militärs und Polizei belegen.

    Wer hier eine netztechnische Abkürzung ohne viel Sucherei haben möchte, findet auf der page http://electronicintifada.net/ sehr viele Detailinfos und Links zu Berichten, Zeugenaussagen und natürlich auch Videos. Aufschlussreich ist auch der Film "Five Broken Cameras"; einem der palästinensischen Zeugen wurden in Folge fünf Kameras unter Flüchen und Drohungen von Israelis zerstört, weil man internationale Aufmerksamkeit für die Übergriffe fürchtet.

    Die Bandbreite ist groß. Unlängst wurden tatsächlich aufgrund eines derartigen Videos und unter Androhung großer Öffentlichkeit ein Verfahren gegen israelische Soldaten wegen mehrfachen Mordes eröffnet. Der Fall war nicht mehr unter die Decke des Verschweigens zu bekommen, obschon einem palästinensischen Ladeninhaber, dessen Außenkamera den Vorfall explizit aufgenommen hatte, seitens der Israelis mit einem Brandanschlag und Kampfhundeangriffen gedroht worden war.

    Israel hat das Monopol auf Neuigkeiten, Nachrichten und Berichten definitiv verloren.

    Und exakt das ist der einzige Grund, weshalb nun Europa und die USA aus der Deckung heraus und in Bezug auf die fortgesetzten, alltäglichen wie furchtbaren Übergriffen Israels auf Araber allgemein und Palästinensern im Speziellen Stellung beziehen muss.

    Man hätte hier ein leises, unauffälliges Erdrosseln Palästinas durch Israel deutlich befürwortet, immerhin liefert man hierfür auch gern und schnell allerlei Waffen. Im Übrigen auch international geächtete Waffen wie Phosphorbomben, die Israel über Gaza-Stadt noch 2009 eingesetzt hatte und die aus US-Produktion stammen.
    Gerade in Berlin und Washington hätte man es nur zu gern gesehen, wenn eines Tages völlig geräuschlos auf die "Zwei-Staaten-Lösung" zugunsten Israels verzichtet worden wäre. Man hatte gehofft, dass die Palästinenser durch die unausgesetzten, permanenten Aggressionen desillusioniert und frustriert geschossen und gefoltert worden wäre. Palästina aber zeigt sich ganz extrem hartnäckig und weigert sich schlicht, still, stumm und wehrlos zu sterben.

    Steinmeiers Aktion in Israel ist ein schlechter Witz. Sein Ministerium schaut seit nunmehr Jahrzehnten immer grauenvolleren Vorstößen Israels ungerührt zu. In den schlimmsten Fällen wird dann Merkel veranlasst, angesichts der furchtbaren Massaker im Gaza-Streifen schmallippig und knapp radikalen Palästinensern die Schuld für das tausendfache Sterben zuzuschanzen.

    Es gelingt auch nicht mehr, anwachsende Kritik an Israels aggressiver und menschenverachtender Politik als "Antisemitismus" zu brandmarken um sie unwirksam zu gestalten. Die Haltung der Juden in Deutschland wie in den USA hierzu ist ebenfalls nicht hilfreich; häufig genug erkennen die Menschen zwischenzeitlich, dass hier künstlich Kritik auseinanderdividiert und dadurch bekämpfbar werden soll.
    Die lachenden Dritten sind die doofen Rechtsradikalen, denn sie können sich kaum retten vor neuen, tragfähigen und ausnutzbaren Feindbildern. Sie dreschen je nach regionaler Bevorzugung wechselweise auf Migranten, auf Muslime, oder eben auf Juden ein.

    (Zitate: SPIEGEL-Online)

    Am Montag wird die scharfe Kritik der EU in Brüssel öffentlich vorgetragen. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE haben EU-Diplomaten eine unmissverständliche Abschlusserklärung für das Außenministertreffen vorbereitet, die Israel scharf angreift.

    Brüssel verbindet mit diesen angeblich "scharfen" Worten die vielleicht letzte Hoffnung, Israel möge die weitere Vernichtung Palästinas in größerer Stille vortreiben.

    Und da fallen dann die Worte:

    Gibt es keine Lösung, peilt die EU Strafmaßnahmen an, ...

    im zweiten Halbsatz viel milder aus, als Israel befürchten muss:

    jedenfalls theoretisch.

    Na bitte. :roll:

    Es wird definitiv zu keiner Verurteilung, zu keiner Strafe, zu überhaupt keiner mess- oder fühlbaren Reaktion seitens des Westens gegen Israel kommen.

    Aus EU-Diplomatenkreisen hieß es, die Diskussion über Strafmaßnahmen sei erst am Anfang. Allerdings gibt es laut Insidern wachsende Ungeduld wegen der neuen Siedlungspläne. Deswegen spreche man über Schritte, um den Druck zu erhöhen. Bisher gehe es dabei noch nicht um Wirtschaftssanktionen, aber um die mögliche Suspendierung von Handelsabkommen oder die Kündigung eines für Israel wichtigen Forschungsabkommens mit der EU.

    Das ist derart grotesk, lächerlich und bizarr, dass einem die Worte fehlen .... noch nicht einmal über so untaugliche und milde Aktionen wie "Wirtschaftssanktionen" wird nachgedacht, sondern gerade einmal über die "Suspendierung" von Handels- und die Kündigung eines Forschungsabkommens. Kein Wörtchen, dass etwa Waffenlieferungen ausgesetzt würden - denn das würde Israel tatsächlich empfindlich treffen.

    Steinmeier zeigte sich nach seinem 48-Stunden-Trip dann auch wenig optimistisch. Man ringe schon viel zu lang um eine Lösung für das Land, doch es sei eben ein "schwer lösbarer politischer Konflikt".

    Niemand rechnet mit der Lösung dieses Konflikts außerhalb bewaffneter Gewaltanwendung. Auch Steinmeier weiß nur zu gut, dass Netanjahu an Wendemarken, die von seiner eigenen Überzeugung formuliert werden, von seinen politischen Sponsoren weiter nach vorn gepeitscht wird und selbst da knietief durch Blut waten muss, wo er selbst gar nicht (mehr) hinwollte. Er wird die rechtsradikalen, extremistischen Dämonen, die er in seine Politik gerufen hat, nicht mehr los und ist ihr Sklave geworden.

    Die Siedlungen werden natürlich gebaut, Ost-Jerusalem von Israel gekapert und ethnisch von Arabern "gesäubert", so wie es sehr viele Bündnisgenossen Netanjahus wollen. Es wird ungeachtet weiter anwachsender Proteste auf der ganzen Welt natürlich ebenso weitere Massaker in Gaza und im Westjordanland wie Waffenlieferungen von Washington und Berlin an Israel geben.

    Selbstverständlich.

  • Der Westen - Implosion oder Explosion?

    Eine Implosion ereignet sich, wenn im Innern eines Behälters weit geringerer Druck als außerhalb herrscht und eben dieser Behälter der Druckdifferenz nicht mehr standhält. Nach außen erführe der Mensch in Anwesenheit einer derartigen Implosion kaum einen Unterschied zur Explosion.

    Diese verläuft geradezu umgekehrt - ein (sprunghaft?) ansteigender Druck im Innern wird und muss irgendwann die Stabilität des Behälters überwinden und sich schlagartig nach außen wenden.

    Köln ("Hooligans") - Warschau ("Nationalisten") - London ("UKIP") - Washington ("Republikaner") - Paris ("Front National")

    In all den genannten Orten spielten sich auf gesellschaftspolitischer Ebene seismische Erschütterungen ab, die m.E. auf eine kulturelle Implosion hindeuten, die uns mehr oder weniger unmittelbar bevorzustehen scheint:

    Eine Implosion entsteht durch wachsende Leere - durch ein Vakuum.
    Und immer da, wo Werte entweichen und aus diesem Grund kein Gegendruck mehr existiert, sind sich die Menschen selbst überlassen. Tritt, wie in allen genannten Orten signifikant erkennbar, eine bildungspolitische Notlage hinzu, dann haben wir plötzlich hunderte oder gar tausende außer Kontrolle geratene Rechtsradikale.

    Rechtsgerichtete, religiöse Extremisten, Nationalisten, Rassisten - sie alle eint ein Sammelsurium an Auffälligkeiten: sie alle sind durch die Bank geistig mehr oder weniger stark retadiert. Unfähig, nüchterne Sachlagen zu recherchieren und diese mit einem starken Unterbau an Werten vernünftig in Beziehung zu setzen. Die weitaus meisten von ihnen sind nichts als verblödete Mitläufer, Schreihälse, die in ihrem Leben nichts erreicht haben und deshalb eine ungeheure Frustration ausbilden.
    Sie sind dumm - und daher sehr leicht manipulier- und programmierbar.

    Nun würde unsere Gesellschaftsform, eine Erfindung des vorletzten Jahrhunderts, zwingend einen modernen, gebildeten und aufgeklärten Bürger benötigen, der seine Verpflichtung zur Partizipation an staatlichen Entscheidungsfindungsprozessen deutlich erkennt und ihr auch nachkommt.
    Alle dazu erforderlichen Gesetze wurden verfasst und ins Werk gesetzt - womit damals wohl wirklich niemand gerechnet hatte war der Umstand, dass die Menschen ihre hinzugewonnenen Freiheiten nebst ihren Verpflichtungen eines Tages ganz einfach von sich weisen könnten. Aber genau das geschieht.

    Die Machthabenden arrangierten sich im Verlauf der zurückliegenden Jahrzehnte sehr pragmatisch mit diesen Hindernissen namens "Demokratie" und "Rechtsstaat", welche ihre Aktionen dem Licht und der Kritik der Öffentlichkeit aussetzt. Nach einer Welle des Schul- und Universitätenbaus zur Mitte des zurückliegenden Jahrhunderts musste die Politik erkennen, dass ihre Handlungsspielräume zur Durchsetzung ihrer privaten Interessen dahingeschmolzen waren, weil es plötzlich eine tatsächlich aufgeklärte Generation gab, die Tricks, Korruption, Gewinnlerei und Profitgier nicht nur enttarnte, sondern auch öffentlich machte. Es drohte das Ende der Tradition, dass die Führer eines Volkes in der gesamten Menschheitsgeschichte auch weidlich von ihm persönlich profitierten.

    Die Gegenmaßnahmen waren einfach: Rückbau der Bildung, Tieferlegung des durchschnittlichen Volkseinkommens - denn nur geistige und materielle Armut führt zur erleichterten Steuerbarkeit eines Volks.
    Hier wäre der schlagkräftige, didaktisch geführte Beweis dargelegt, nach welchem alles, was rechts, rechtsradikal, nationalistisch oder allgemein extrem gesonnen ist, zwingend geistig zurückgeblieben sein muss. Denn all die Genannten verfügen über ein hohes Maß an Aggressivität anderen Zeitgenossen gegenüber, wobei sie sich nicht von dessen eigenen Werken, sondern allein schon von ihrer Hautfarbe oder Herkunft zu Übergriffen verleiten lassen und nicht in der Lage zu einer vernünftigen Differenzierung sind.

    Nun ist das Werk so ziemlich vollendet.

    Die Regierungen Europas erfreuen sich "konditionierter" Bevölkerungen, die beinah nach Belieben mit einem bloßen Fingerzeig, einem absichtsvoll "ungeschickt" gesprochenen Halbsatz gegen bedeutende Teile ihrer selbst von der Kette zu lassen sind.
    Es gibt mittlerweile wieder genug Verblödete, die gegen andere Bürger aus ihrer Mitte anrennen, bloß weil diese etwas anders aussehen, andere Speisen präferieren oder mit Akzent sprechen - obschon sie selbstverständlich das ihrige zum Gelingen des ganzen Staates beitragen.
    Auf einmal sind Gerüchte, Behauptungen ungeprüft haltbar und wirksam - einer gibt eine Losung aus, alle blöken sie nach und werden aggressiv.

    Das lässt nicht nur an der Werthaltigkeit, sondern auch generell an der Wirksamkeit unserer Gesellschaftsordnung Zweifel aufkommen; zumindest müssten tiefgreifende Veränderungen vorgenommen werden, um mit unserem derzeitigen Verständnis von "Demokratie" und "Rechtsstaatlichkeit" einen Weg in die Zukunft zu finden.

    Erich Fromm differenzierte einmal zwischen "Propheten" und "Priestern":
    Der "Prophet" bringt eine neue Idee zur Welt - und lebt sie, selbst wenn es ihn sein eigenes Leben kosten sollte. Der "Priester" übernimmt die prophetische Idee bloß, ritualisiert sie, errichtet ihr Denkmäler und Fetische, propagiert sie als "hohes Ziel", lebt aber selber nicht danach, sondern höhlt sie für eigene Zwecke aus.
    Wir sind in der "Priester"-Zeit angekommen: unsere Politiker behaupten noch immer, dass wir angeblich in einer "demokratischen" und "rechtssicheren" Zeit leben und hohe, moralische Ziele als staatliches Gemeinwesen verfolgen würden.
    Dabei liefern wir seit langem schon Unmengen Waffen an Despoten und direkt in Krisengebiete. Wir verweigern seit Jahrzehnten, dass den Abgeordneten des Bundestages ein wirksames Gesetz gegen Korruption oktroyiert wird. Wir unterstützen das Regime in Saudi-Arabien, nennen es "Freund" und schauen ungerührt zu, während dort öffentlich gefoltert, verstümmelt und enthauptet wird. Allerdings verweigern wir anderen Staaten mit dem "Argument", man habe dort angeblich Sorge um Menschenrechte, dringlich benötigte Hilfe. China, Wirtschaftskumpel Nummer 1, nimmt Platz 1 auf der Hitliste der hinrichtenden Länder ein.

    Unsere "Propheten" lullen uns mit dieser Begleitmusik auf unserem Weg in die Verblödung so geschickt ein, dass es nur die wenigsten überhaupt noch merken.

    Aber selbst das dümmste Vieh begreift beim Verhungern irgendwann, dass es verhungert - und dann bricht es aus, verliert den Verstand. Deshalb stehen uns in nur wenigen Jahren Aufstände Verzweifelter mitten in Europa ins Haus, während wir heute noch immer denjenigen, die sich mit unserem Geld die Taschen vollstopfen, respekt- und neidvoll bei ihrem Treiben zuschauen.
    Schon heute haben wir gegen den Rechtsradikalismus der Verblödeten keine Werkzeuge mehr; wir haben sie selbst aus den Händen gelegt.

    Und deshalb wird der Westen implodieren. :roll:

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